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Püttlingen: 18.000 Sportfans kamen zum City Biathlon

Es war ein mitreißendes Ereignis. Knapp am Regenschauer vorbei geschrammt, nahm gestern der Püttlinger City-Biathlon auch ein gutes Ende. Der Hauptpreis aber gebührt dem Publikum, das einfallsreich zum Gelingen der Großveranstaltung beitrug.

Von SZ-Mitarbeiter Walter Faas


Püttlingen. „Der ist gedopt! So schnell, wie der die Pickardstraße hoch rollt, schafft meine Frau das mit dem Auto nicht“, spöttelt einer, der aus verständlichen Gründen – nur ja keinen Ehekrach provozieren – ungenannt bleiben wollte.  Gestern, beim City-Biathlon, präsentierte sich Püttlingen wieder einmal als „Sommer-Hauptstadt des Biathlons.“ Knallvoll das Schieß-Stadion, stark belebt die zentralen Plätze mit Großbild-Leinwänden, dicht besetzt die attraktivsten Steigungen und Kurven, lediglich an den langen geraden Strecken blieb es ruhig – hier mögen andere Großveranstaltungen in der Region, nicht zuletzt das Saar-Spektakel in der Landeshauptstadt, ein paar Besucher gekostet haben. Etwa 18.000 Besucher, so die Schätzung der Polizei (gegenüber rund 20.000 im Vorjahr) waren gekommen. Auffällig: Unter den Gästen waren auch zahlreiche „Auswärtige“ aus vielen Teilen Deutschlands.  Und alle Gäste, egal ob Einheimische oder Bayern, brachten eine gehörige Portion Freude an dem Großereignis mit nach Püttlingen.

Bejubelt wurden die Rennen der Junioren, die Leistungen im All-Star-Rennen (Bericht über den Abschied von Kati Wilhelm und ihren Kolleginnen folgt) und besonders der aktiven Herren und Damen, die in der Tat großartigen Sport boten.

Allen grauen Regenwolken zum Trotz blieb die 1,6 Kilometer lange Rennstrecke trocken. Einfallsreich haben sich die Menschen darauf eingerichtet, den Nachmittag zu genießen – Garagen sind dafür prima geeignet: Bleibt es trocken, kann man mit Stühlchen auf ihren Dächern sitzen, regnet es, zieht man sich nach unten zurück. Dort warten dann eisgekühlter Champagner und leckere Lachsschnittchen.

Von weiter her angereiste Gäste lassen sich angesichts dieser ihnen entgangenen Köstlichkeiten (ein klarer Standortvorteil der Püttlinger) den Tag nicht verdrießen, bieten doch etliche gastronomische Fachbetriebe Pizza, Paella, Rigatoni speciale, Fischspezialitäten sowie Altbewährtes („Rostwürste gehen immer“) und sogar „Hausmütterchens Suppe“ an.

Angeheizt von stimmgewaltigen Moderatoren schreien, klatschen, tuten, läuten und trompeten die Besucher die sympathischen Athleten der Weltelite an. Drahtige Burschen, durchtrainierte Mädels, denen kein Autogrammwunsch zu viel wird, die sich keinem Interview verweigern. die unisono betonen, wie gut ihnen gerade diese Veranstaltung in Püttlingen gefällt. So schön strahlen die gar nicht scheuen Weltstars aus Norwegen, Frankreich, Russland, Kanada, der Schweiz, aus Österreich und Deutschland mit dem Publikum um die Wette – eine liebenswerte Beziehung auf Gegenseitigkeit. Gleichzeitig sorgen Hunderte im Hintergrund dafür, dass die Großveranstaltung rund läuft – an den Übergängen, im Stadion, an engen Wendepunkten und auch drum herum. Und die Garagen werden gar nicht als Rückzugsgebiet benötigt: Das Wetter hält, zeitweise scheint sogar die Sonne. Die Gesichter der Verantwortlichen zeigen Zufriedenheit bei der Siegerehrung. Püttlingen bleibt der Sommerbiathlon erhalten, denn, so Bürgermeister Marin Speicher: „Die Verträge sind langfristig angelegt.“



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