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Püttlingen: Linienbus ausgebrannt - Ursache wohl technischer Defekt

Gegen 6.45 Uhr musste gestern Morgen die Feuerwehr zu einem spektakulären Brand ausrücken. Ein älterer Linienbus der Firma Lay stand auf deren Betriebsgelände im Gewerbegebiet Viktoria in Flammen.

Wie Rafael Mailänder, Pressesprecher der Feuerwehren im Regionalverband, schildert, hat einer der Busfahrer des Unternehmens vermutlich einen noch höheren Schaden verhindert: Als der Fahrer am Morgen zur Arbeit kam, um mit dem Bus loszufahren, stand der bereits komplett in Flammen. In der Nähe parkten drei weitere Busse, die der Fahrer geistesgegenwärtig aus dem Gefahrenbereich fuhr – nur an einem der anderen Busse gab es noch einen kleineren Brandschaden.


Für die Feuerwehr, die mit 45 Mann und sieben Fahrzeugen vor Ort war, ergab sich eine ungewöhnliche Situation: Der Bus brannte zwar „nur“ auf einem Firmengelände, in die Löscharbeiten mussten aber noch zwei angrenzende Firmenareale miteinbezogen werden: Gelöscht wurde von zwei Seiten, zum einen vom betroffenen Gelände, zum anderen von der benachbarten Firma Bohrmann aus und mit dem brennenden Bus dazwischen, so dass sich die beiden Einsatzteams nur per Funk verständigen konnten.

Zudem mussten die Feuerwehrleute einen Sicherheitsabstand wahren, denn der Püttlinger Löschbezirksführer Thomas Albert hatte bei einer Inspektion entdeckt, dass auf einem weiteren Nachbar-Gelände – dem Gelände der RAG (Grube Viktoria) – nur einen Meter neben dem vorderen Einstiegsbereich des brennenden Busses neun Sauerstoffund Acetylen-Flaschen lagen. Die Flaschen lagerten dort, da derzeit bei Arbeiten auf dem Gelände auch Metall mittels Schneidbrennern abgetrennt und zerschnitten wird.

Ständige Kühlung notwendig

Da die Gefahr einer Explosion bestand, konnte der Bus nur aus der Ferne gelöscht werden, zudem wurden die Gasflaschen ständig durch einen Wasserstrahl gekühlt. Es gab auch drei Mal einen weithin hörbaren Knall, schildert Busunternehmer Dominik Lay, allerdings nicht wegen der Gasflaschen, sondern weil die Reifen des Busses geplatzt waren.

Aufwendig war auch die Wasserversorgung: Unter den Einsatzfahrzeugen waren zunächst vier Tanklöschfahrzeuge, die 7500 Liter Wasser zum Löschen einsetzten, während andere Wehrleute zwei längere Wasserleitungen anlegten. Allerdings war der Druck nicht ausreichend, so dass praktisch kein Wasser aus den Leitungen kam. Wie sich im Nachhinein herausstellte, hatte es ausgerechnet zu dieser Zeit Arbeiten am Hydranten- Netz gegeben.

Nichts mehr zu retten

Der Bus wäre allerdings ohnehin nicht mehr zu retten gewesen. Dennoch wurde noch zusätzlich ein 5000 Liter fassendes Großraum-Tanklöschfahrzeug der Völklinger Feuerwehr nachalarmiert.

Zuerst vor Ort war der Püttlinger Wehrführer Wolfgang Peter, der für die notwendigen Alarmierungen sorgte. Ebenfalls vor Ort waren Bürgermeister Martin Speicher, um sich ein Bild der Lage zu machen, sowie Polizei und Sanitäter. An den Löscharbeiten beteiligt waren mit Püttlingen, Köllerbach und Herchenbach alle drei Püttlinger Löschbezirke.

Dominik Lay geht von einem technischen Defekt als Brandursache aus: Die Standheizungen der Busse seien so programmiert, dass sie um 6 Uhr anspringen, um den Bus aufzuwärmen. Vermutlich sei die Heizung in Brand geraten. Wie bei Bränden üblich, laufen die polizeilichen Ermittlungen. Der Schaden beträgt etwa 30 000 Euro für den ausgebrannten und rund 2000 Euro für den beschädigten Bus.

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