A8 Luxemburg - Saarlouis AS Perl in beiden Richtungen Anschlussstelle gesperrt, Baustelle bis 20.11.2017 06:00 Uhr (09.10.2017, 05:53)

A8

Priorität: Sehr dringend

4°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
4°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Püttlingen ist jetzt tigerfreie Zone

Ausgetigert: Die Stadt Püttlingen wird keinem Zirkus mehr Gelände zur Verfügung stellen, der Wildtiere mit sich führt. Foto: Rungroi Yongrit/dpa

Ausgetigert: Die Stadt Püttlingen wird keinem Zirkus mehr Gelände zur Verfügung stellen, der Wildtiere mit sich führt. Foto: Rungroi Yongrit/dpa

Ist ein Zirkus mit Wildtieren unterwegs, wie etwa Löwen, Tigern, Affen oder Elefanten (die in Indien auch als Haustiere gelten), handelt es sich dann grundsätzlich um Tierquälerei , egal wie die Tiere gehalten werden? Diese Frage taucht immer wieder in den Medien auf, wenn Tierschützer vor einem Zirkus demonstrieren und Zirkusleute auf die Art ihrer Tierhaltung und die Bedeutung der Tiere für ihren Lebensunterhalt hinweisen.

 

In Püttlingen hat sich der Werksausschuss des Stadtrates nun klar einer Seite angeschlossen: Die Stadt soll künftig einem Zirkus, der mit Wildtieren unterwegs ist, kein Gelände mehr zur Verfügung stellen. Den später einstimmig angenommenen Antrag hatte die SPD-Fraktion gestellt. Zirkusunternehmen mit Wildtieren brauchen Püttlingen demnach künftig gar nicht erst anzufahren, wenn sie auf städtischem Gelände auftreten wollen.

 

Im Antrag heißt es, dass künftig Flächen solchen Veranstaltern nicht mehr zur Verfügung gestellt werden, „die Wildtiere wie Elefanten, Affen, Nashörner, Giraffen, Flusspferde oder Bären mit sich führen“. Schon weil der Zirkus ein fahrendes Geschäft ist, müssten die Tiere viel zu viel Zeit auf Lkws, an Ketten und in Käfigen verbringen. Klaus Jost ( SPD ) vertrat zudem die Ansicht: „Die Dressur ist in der Regel von Gewalt geprägt, die Tiere leiden und erkranken oder zeigen Verhaltensstörungen: Von artgerechter Haltung kann keine Rede sein.“ Von daher sollten solche Tiere in Püttlingen nicht mehr zur Schau gestellt werden. Jost sieht diese Entscheidung als „kleinen Beitrag der Stadt zum gebotenen Tierschutz “.

 

Zuletzt war im August vorigen Jahres ein Zirkus mit vielen Haustieren, aber auch mit Wildtieren – Kängurus und Waschbären – in Püttlingen .
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein