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Püttlingens Bürgermeister will 2010 Busbahnhof bauen

Was steht an im neuen Jahr? Wir unterhielten uns mit den Bürgermeistern der drei Köllertal-Kommunen. Heute: Püttlingen. Trotz schwieriger Haushaltslage werde die Stadt in diesem Jahr wichtige Projekte vorantreiben, wie beispielsweise den Zentralen Omnibusbahnhof, kündigte Bürgermeister Martin Speicher an. Dem geplanten Bau der Ostumgehung bringt der Verwaltungschef dagegen mittlerweile Skepsis entgegen.

Von SZ-Mitarbeiter Walter Faas

Püttlingen. Das Jahr 2010 hat für Püttlingens Bürgermeister Martin Speicher eigentlich schon im Dezember begonnen, als der Stadtrat mit großer Mehrheit einen genehmigungsfähigen Haushaltsplan verabschiedet hat, den die Verwaltung zuvor aufgestellt hatte. Mit diesem, aus seiner Sicht erfreulichen Resümee, leitet Speicher die Gesprächsrunde mit unserer Zeitung ein.

2010 wird ein spannendes Jahr aus kommunaler Sicht, jedoch auch mit Themen, die ein städtischer Behördenleiter kaum beeinflussen kann, etwa diesen: Wie wird die Finanzausstattung der Kommunen in Zukunft aussehen? Wie wirkt sich die Weltwirtschaftskrise auf das Köllertal aus? Welche Gesetze werden die neuen Regierungen in Berlin und Saarbrücken mit direkter Wirkung auf die „Öffentliche Hand“ beschließen? Ungeachtet dessen habe der städtische Eigenbetrieb „Technische Dienste“ rund 5,4 Millionen Euro für Ausgaben veranschlagt. Darin enthalten sind auch die Mittel zum Bau des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB), für diesen fließen rund 250.000 Euro Eigenmittel der Stadt (75 Prozent Zuschuss kommen vom Land). Der Plan für den Omnibusbahnhof sei fertig, allerdings stünden noch Grundstücksverhandlungen, Offenlegung und Ausschreibung im Raum, schildert Speicher. Zum Baubeginn erklärt der Bürgermeister: „Wenn alles zügig läuft, können wir im Sommer mit den Arbeiten beginnen.“

Relevant sei in diesem Jahr auch der Ankauf des rundum sanierten SKF-Geländes, um dort weiteres Gewerbe anzusiedeln, „die Entscheidung trifft der Stadtrat“, so Speicher. Den seit Jahren geplanten Bau der Ostumgehung über den Dickenberg versieht der Püttlinger Bürgermeister mittlerweile mit einem „dicken Fragezeichen“ – aus mehreren Gründen: Man wisse nicht, wie die neue Landesregierung mit der (grünen) Umweltministerin Simone Peter dem Projekt gegenüberstehe. Darüber hinaus rege sich sowohl in Püttlingen als auch in der Nachbarstadt Völklingen Widerstand gegen das Projekt (die „SZ“ berichtete). Falls die Umgehungsstraße nicht oder erst deutlich später gebaut werde, sehe sich die Stadt Püttlingen gezwungen, das letzte Teilstück zum Gewerbebetrieb „Kiesgrube“ instand zu setzen, sodass es gefahrlos befahren werden könne.

Weitere Maßnahmen, die in Püttlingen in diesem Jahr angegangen werden, seien die Sanierung des Schlösschens, der Burganlage Bucherbach, des Außengeländes am Trimmtreffbad sowie der weitere Ausbau von Fotovoltaik-Anlagen auf Schuldächern, – alles Dinge, die zum größten Teil über die von Bund und Land beschlossenen Konjunkturpakete finanziert werden könnten.

Darüber hinaus werde in der Köllertalstadt auch der Bereich von Sicherheit und Ordnung nicht vernachlässigt, jedenfalls so der Bürgermeister, werde an eine Ausweitung des Ordnungsdienstes gedacht.“ Allen Unkenrufen zum Trotz werde die Verwaltung das Problem mit einer Kombination „Einsatz vom eigenem Personal“ beziehungsweise mit Unterstützung der Europäischen Union, der ARGE und der Erwerbslosenselbsthilfe (ESH) angehen. Zu guter Letzt sieht Martin Speicher auch die Verbesserung der Infrastruktur des Püttlinger Handels – die Stichworte lauten Leerstände und flankierende Maßnahmen wie Sommerbiathlon, Stadtfeste, Weihnachtsdorf und dergleichen – als wichtige Aufgabe seiner Verwaltung an. et

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