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Püttlinger Auto-Zulieferer expandiert: Dürr beliefert nun auch Lkw-Hersteller

Christoph Rehlinger, Horst Hartmann, Henning Borkeloh und Thomas Kolb (v.l.) von der Dürr Assembly Products GmbH im Jahr 2012.

Christoph Rehlinger, Horst Hartmann, Henning Borkeloh und Thomas Kolb (v.l.) von der Dürr Assembly Products GmbH im Jahr 2012.

Der Firma Dürr in Püttlingen geht es so gut wie nie. Der weltweit tätige Auto- Zulieferer beschäftigt in seinem Werk in der Köllner Straße 315 Mitarbeiter, die Hälfte davon Ingenieure, und hat nach Worten von Geschäftsführer Horst Hartmann zwei Rekordjahre bei Umsatz (über 100 Millionen Euro) und Ertrag hinter sich. Auch für 2014 seien die Auftragsbücher bestens gefüllt, freut sich der Chef. Um das Unternehmen auch langfristig aussichtsreich aufzustellen, hat sich die Dürr Assembly Products GmbH (so heißt die Firma korrekt) ein neues Standbein aufgebaut. Sie konstruiert ihre Mess- und Prüfstände sowie Endmontage-Anlagen nicht mehr nur für die Pkw-Industrie, sondern auch für Nutzfahrzeughersteller. Die Erweiterung des Sortimentes erfordert eine Vergrößerung der Produktions- und Lagerfläche von drei auf fünf Hallen.

Die zwei neuen Gebäude haben eine Gesamtfläche von 3200 Quadratmetern. Wer dieser Tage am Firmengelände vorbeikommt, kann die Arbeiten gar nicht übersehen. Nachdem einige hundert Lastwagen Erdaushub fortgefahren waren, werden nun die Fundamente für die Hallenböden ausgehoben und gegossen. Wie Projektleiter Thomas Koll unserer Zeitung berichtete, wird die – am Ende 13 Meter hohe – Montagehalle sehr massiv ausgeführt. Schließlich seien in der Produktion insgesamt 40 Tonnen Kranlasten zu tragen. Die solide Bauweise ist entsprechend teuer. Wie Horst Hartmann berichtet, lässt sich Dürr die Erweiterung ungefähr vier Millionen Euro kosten. Die unternehmerische Investition wird von öffentlicher Aktivität begleitet: Die Stadt Püttlingen baut einen neuen Niederschlagswasserkanal im Bereich der oberen Köllner Straße.

Dieser dient der Ableitung des anfallenden Regenwassers, das unter anderem auf den geplanten Hallendächern anfällt. Der vorhandene Mischwasserkanal in der Köllner Straße kann nach Einschätzung der Verwaltung das zusätzliche Wasser nicht mehr aufnehmen. So müsse das anfallende Regenwasser in den nahegelegenen Wimbach gedrosselt eingeleitet werden. Hierzu werde die Herstellung von zwei offenen Erdbecken entlang der Straße zum Birkenbruch erforderlich. Diese sollen das Wasser bei Starkregen zurückhalten, bevor es in den Bach eingeleitet werden kann. Es handelt sich nach Angaben aus dem Rathaus um eine Auflage des zuständigen Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz.

Zur Anlegung der Erdbecken sei die Rodung von etwa 500 Quadratmetern Stadtwald erforderlich. Der Werksausschuss der Stadt Püttlingen habe in seiner letzten Sitzung diesen notwendigen Maßnahmen der Firma Dürr zugestimmt. Manager Horst Hartmann lobte im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung ausdrücklich das gute Einvernehmen des Unternehmens mit der Stadt und ihren Gremien sowie mit dem saarländischen Wirtschaftsministerium.  Der Neubau, der an einen Generalunternehmer vergeben wurde, muss laut Vertrag übrigens Ende Juli fertig sein.
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