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Punk mit der Geige und Lyrik auf dem Sofa

Das St. Ingberter Juz.

Das St. Ingberter Juz.

  St. Ingbert. Mit zwölf Bands und einem attraktiven Zusatz-Unterhaltungsangebot fand das „Juz-bleibt-Festival“ im Jugendzentrum St. Ingbert eine mehr als zufrieden stellende Resonanz. Zwischen 150 und 200 Gäste fanden sich pro Festivaltag ein. Und so war die Veranstaltung für Mathias Müller, den ersten Vorsitzenden des Jugendzentrum e.V., ein voller Erfolg. „Wir haben alle Arten von Leuten erreichen können, nicht nur Punks und Hip-Hoper“, so Müller. Ziel sei es gewesen, einen breiteren Rückhalt unter den Jugendlichen zu erhalten und das Angebot zu erweitern. Im Café des Jugendzentrums wurde vornehmlich Punk gespielt. Hier gab es bereits am Freitag einige Abwechslung zur üblichen Gitarre-, Bass-, Schlagzeug-Zusammensetzung vieler Punk-Bands. Die Gruppe Blickwinkel, die aus Hamburg angereist war, wählte die Geige als tragendes Instrument und sorgte für ein restlos volles Haus.

Ebenfalls mit Geige gewappnet war der Überraschungsgast „Geigerzähler“, der nach einem Konzert in Wiesbaden spontan ins Jugendzentrum kam. Der Potsdamer hielt die Besucher mit kabarettistischem Programm bei Laune. Kompromisslos und wortgewandt standen am Samstag „Schlagwort“ auf der Halfpipe als Aushilfsbühne und boten - neben anderen Künstlern - ein hörenswertes Programm für HipHop-Fans. Im Außenbereich konnten Besucher auf Sofas Platz nehmen und beim „Poetry Slam“ Kunst genießen. Zu dem Wettstreit, bei dem das Ziel ist, selbstgeschriebene Texte möglichst eindrücklich vorzulesen, kamen auch viele Leser von außerhalb. Filmkunst wurde von Maximilian Sälze in der Kinowerkstatt präsentiert. Der Kunststudent zeigte seinen Film „Cat and Raindrop“ zum ersten Mal der Öffentlichkeit.
 
Alles in allem hat das Jugendzentrum gezeigt, dass es in der Lage ist anspruchsvolles Programm für eine breite Masse zu bieten, und die Jugendlichen gelernt haben auch große Veranstaltungen zu managen. Ob die Veranstaltung in der Lage ist, den Stadtrat umzustimmen, bleibt offen. Obwohl seit 2006 ein Vertrag mit der Stadt besteht, der dem Verein die Renovierung des Gebäudes zusichert, hat man sich dort diese Woche abermals gegen ein Bleiben des Vereins entschieden. Die Auflagen der Stadt für die Veranstaltung wurden nach Angaben der Veranstalter erfüllt. Um Punkt Mitternacht war am Freitag wie von der Stadt gefordert Schluss. Am Samstag wurde eine kurze Verlängerung gewährt. Eine defekte Konzertanlage hatte für Programmverschiebungen gesorgt. Ebenfalls ein Sonderfall war, dass auswärtige Besucher im Jugendzentrum übernachten durften. Der Einzugsradius des Festivals betrug immerhin einige hundert Kilometer. ang 
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