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Quierschieder Brandopfer schwebt in Lebensgefahr

Als Feuerwehr und Rettungsdienste am Samstag um 18.36 Uhr zu einem folgenschweren Zimmerbrand in Quierschied gerufen wurden (die SZ berichtete), war es draußen bereits dunkel. Ein Nachbar äußerte über Notruf die Vermutung, es könnten noch Menschen in dem betroffenen Wohnhaus sein. Nun startete ein dramatischer Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr Quierschied brauchte nur Minuten bis zur Fuchsfeldstraße und dem Einfamilien-Reihenhaus, in dem es brannte und aus dem beißender Qualm drang. Die Wehrleute zögerten nicht. Sofort drangen Feuerwehrmänner mit schwerem Atemschutz ins Haus ein und retteten zunächst den 47-jährigen Hausbewohner.

Sie schleppten den zu diesem Zeitpunkt nach Angaben der Polizei bereits bewusstlosen Mann bis zum Bürgersteig. Dabei ging es um Sekunden. Noch auf dem Gehweg begann die Wiederbelebung durch Mitarbeiter des Roten Kreuzes – und das mit Erfolg. Feuerwehr und DRK konnten den Kreislauf des Mannes stabilisieren, er kam sofort auf die Intensivstation eines Krankenhauses. Ohne die Helfer hätte er den Einsatz nicht überleben können, so Experten.

„Sein Zustand ist weiterhin kritisch – aber er lebt“, bestätigte gestern die Polizei in Sulzbach auf Anfrage unserer Zeitung. Der Mann habe allein zuhause gelebt, sein Wohnzimmer sei völlig ausgebrannt. Er habe Brandverletzungen davongetragen und Rauchgase eingeatmet.

Es bestehe weiterhin Lebensgefahr. Bei der Durchsuchung des Hauses fand die Feuerwehr keine weiteren Betroffenen, das Feuer selbst hatte die Wehr schnell unter Kontrolle. Mehrere Wagen der DRK-Rettungswachen Sulzbach und Illingen sowie ein Notarzt aus Sulzbach waren im Einsatz, außerdem der DRK-Ortsverein Quierschied – ebenfalls mit einem ortsansässigen Mediziner.

Mehrere Nachbarn, die Rauchgase eingeatmet hatten und zunächst über Atembeschwerden klagten, wurden in einer benachbarten Wohnung ambulant versorgt. Das DRK sprach von vier behandelten Anwohnern. Von ihnen musste aber niemand ins Krankenhaus. Eine Feuerwehrfrau hatte während des Einsatzes Kreislaufprobleme, auch sie brauchte aber nur eine kurze Pause, berichtete Roman Regneri vom DRK Quierschied nach dem Einsatz.

Von der Feuerwehr waren trotz Nachfrage keine Details zum Einsatz zu erhalten. Man sei nicht auskunftsbefugt, hieß es. Die Brandermittler der Polizei waren gestern noch mit der Spurensuche beschäftigt, Ergebnisse zur Brandursache lagen der Dienststelle in Sulzbach bis Redaktionsschluss noch nicht vor.

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