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Quierschieder kämpfen weiter um ihr Bad

Quierschied. Die Entscheidung ist im November gefallen: Zum Ende der Wintersaison macht das Quierschieder Wellenhallenbad dicht (wir berichteten). Die Vereinigung Pro Hallenbad ist über die Mehrheitsentscheidung des Rates immer noch enttäuscht. "Aber aufgeben werden wir so schnell nicht", sagt einer ihrer Sprecher, der Quierschieder Zahnarzt Dr. Markus Schadt (Foto: Schadt). Allerdings gibt sich die Vereinigung neue Strukturen. "Wir sind mehrere Gruppierungen und brauchen zu lange Wege, bis wir zu Entscheidungen kommen", erklärt Beate Müller-Seitz, Vorsitzende der Quierschieder Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft. Deshalb wird aus der Initiative ein gemeinnütziger Verein mit dem Namen "Schwimmen - 12 statt 4".

Beate Müller-Seitz erklärt: "Wir werden dafür kämpfen, dass alle auch künftig in Quierschied zwölf Monate im Jahr schwimmen können. Und nicht nur vier in der Freibadsaison." Schadt bedauert, dass der Appell für etwas mehr Zeit, um Alternativen für den Weiterbetrieb des Hallenbades aufzeigen zu können, von der Ratsmehrheit nicht erhört wurde. Er erinnert an die Aktion "Quierschied schwimmt um die Welt". Damit demonstriere man konstruktiv, medienwirksam und vor allem sportlich, wie wichtig den Quierschiedern Schwimmen, Aquajogging oder Rehabilitationsmaßnahmen im Wasser sind. Die Aktion gehe auch nach dem Schließungsbeschluss weiter.

Beate Müller-Seitz und Dr. Markus Schadt sehen weiterhin Lösungsmöglichkeiten. So überprüfe man derzeit zwei Modelle: den Weiterbetrieb des Hallenbades durch einen Verein und eine Traglufthalle im Quierschieder Freibad.

So sei es in den hessischen Gemeinden Offheim (bei Limburg) und Buseck (nahe Gießen) gelungen, den Badebetrieb unter Leitung eines Vereins aufrecht zu erhalten und das Bad mit Sponsorengeld und Vereinsmitteln zu sanieren. "Warum sollte dies nicht auch in Quierschied möglich sein?", fragt Schadt. Man habe mittlerweile Kontakt zu beiden Vereinen aufgenommen.

Auch das Konzept einer Traglufthalle über dem Freibad werde man weiter verfolgen. Diese Idee, die SPD-Fraktionschef Stephan Schmidt ins Spiel gebracht hatte, verdiene Anerkennung und keinesfalls Hohn oder Spott. Beispielsweise sehe die Gemeinde Wildesheim nahe Bremen, deren Hallenbad vor zwei Monaten geschlossen wurde, darin sogar die einzige Möglichkeit, den Schwimmbetrieb ganzjährig aufrecht zu erhalten.

Auch dort gebe es ähnliche Probleme wie in Quierschied. "Auch mit den dortigen Initiatoren stehen wir bereits in Kontakt", sagt Schadt. Er und die DLRG-Ortsvorsitzende wissen aber auch, dass für beide Lösungen Sponsoren gebraucht werden. Und beide appellieren an die Verantwortlichen in der Gemeinde: "Verschließen Sie sich nicht guten Lösungen."

 

Gründungsversammlung des Vereins ist am Mittwoch, 5. Januar, ab 19 Uhr in der Caféteria des Wellenhallenbades.

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