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RAG- Arbeitsdirektor: Wir können Kündigungen vermeiden


Von den knapp 400 jungen Saarländern, die im Bergbau nicht mehr in Rente gehen können, haben schon fast 300 einen neuen Arbeitsplatz. Für die verbliebenen 108 Leute wird die Suche intensiviert.

Saarbrücken.
Es sieht danach aus, dass der saarländische Steinkohlen-Bergbau sozialverträglich abgewickelt werden kann. Das wurde gestern bei einer Zwischenbilanz deutlich. 108 junge Mitarbeiter der RAG – Deutsche Steinkohle, die wegen ihres Alters nicht mehr über das Anpassungsgeld (APG) in den vorgezogenen Ruhestand gehen können, müssen noch mit einem Arbeitsplatz außerhalb des Unternehmens versorgt werden. Ende Februar, als die große Erschütterung in der Primsmulde das Ende des Saar-Bergbaus einläutete, waren es noch knapp 400 gewesen.
„Zwischenzeitlich wurden große Anstrengungen unternommen, um die Mitarbeiter zu vermitteln“, machte RAG-Personalvorstand Peter Schrimpf deutlich. Die vom Land eingerichtete Trans-Fair-Stelle Bergbau, die von Ex-Wirtschaftsminister Hanspeter Georgi ehrenamtlich geleitet wird, „hat im Saarland sowie in den angrenzenden Regionen rund 1000 Stellen akquiriert“.
Er geht davon aus, dass die restlichen 108 Frauen und Männer bis Mitte kommenden Jahres ebenfalls versorgt sind. Dann soll die Trans-Fair-Stelle aufgelöst werden. Georgi und Schrimpf räumen ein, dass die Vermittlung dieser Leute schwieriger wird, da es sich häufig um kaufmännische Angestellte handelt. Deren Qualifikation sei derzeit nicht so stark gefragt wie die von Zerspanern oder Anlagenelektronikern. Daher will man trotz der schwierigen Wirtschaftslage gezielter nach solchen offenen Stellen suchen. Für die Vermittlung der RAG-Beschäftigten ist das Mitarbeiter-Entwicklungs-Centrum (MEC) zuständig, das zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit Defizite in der Qualifikation ausgleicht. Bedingung für eine Vermittlung ist auch, dass der Stundenlohn in dem neuen Unternehmen bei mindestens zehn Euro liegt.
Derzeit sind noch etwa 3800 Männer und Frauen im Saarland bei der RAG beschäftigt, vor einem Jahr waren es noch 4700. Von diesen 3800 Leuten müssen ab 2010 rund 1700 Leute bis zum Erreichen der APG-Altersgrenze (50 Jahre untertage, 55 Jahre übertage) in den Ruhr-Bergbau oder nach Ibbenbüren (bei Osnabrück) arbeiten gehen. Die restlichen 2100 können im Saar-Bergbau in den Ruhestand gehen. Das Saarland stellt bis zum Auslaufen der letzten APG-Maßnahmen im Jahr 2027 „noch rund 122 Millionen Euro an Anpassungsgeld zur Verfügung“, machte Wirtschafts-Staassekretär Christian Ege deutlich.

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