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RAG-Stiftung: Chef soll kritischen Prüfbericht unter Verschluss halten

Düsseldorf/Saarbrücken. Der Chef der RAG-Stiftung, Wilhelm Bonse-Geuking, hält nach Informationen der Zeitung „Handelsblatt“ einen brisanten Bericht der Rechnungshöfe von Bund, Nordrhein-Westfalen und Saarland unter Verschluss. Darin wird unter anderem der Verkauf eines Aktienpakets am Energie- und Chemie-Konzern Evonik an den Finanzinvestor CVC gerügt. Die RAG-Stiftung habe dem Erwerber Einflussmöglichkeiten eingeräumt, die weit über dem Kapitalanteil lägen, berichtet laut „Handelsblatt“ ein Insider, der den Bericht kennt.

„Sollte allerdings CVC Sonderrechte bei der Mitsprache erhalten haben, würde das den potenziellen Wert der verbleibenden Anteile schmälern“, schreibt die Zeitung weiter. Denn aus den erhöhten Einflussmöglichkeiten ergäben sich Nachteile für künftige Käufer. Außerdem sei das Kuratorium der Stiftung, dem auch Saar-Regierungschef Peter Müller (CDU) angehört, erst spät eingebunden worden. Bonse-Geuking wies den Zeitungsbericht laut einer Mitteilung als „tendenziös, verkürzt und teilweise falsch“ zurück. Insgesamt hätten sich die Rechnungsprüfer mit der Arbeit der Stiftung zufrieden gezeigt.

Der Präsident des Landesrechnungshofs Saarland, Manfred Plaetrich, bestätigte die Existenz des Prüfberichts. Er liege der Stiftung vor, man habe um Stellungnahme gebeten. Diese liege jedoch noch nicht vor, sagte Plaetrich unserer Zeitung.

Die RAG-Stiftung ist für die Abwicklung des Ausstiegs aus dem deutschen Steinkohlebergbau zuständig. Als Eigentümerin des Misch-Konzerns Evonik verkaufte sie Mitte 2008 für 2,4 Milliarden Euro 25,01 Prozent der Evonik-Anteile an CVC. red/low


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