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RAG will Grundwasseranstieg - Grüne fürchten Grubenschäden

Die RAG möchte das Wasser in den Saar-Gruben langfristig so weit ansteigen lassen, dass die Pumpen abgestellt werden können. Dieses Konzept hat das Unternehmen nach Aussage von Teilnehmern gestern im Ausschuss für Grubensicherheit vorgestellt. Demnach soll in einem ersten Schritt bis 2017 das Grubenwasser auf eine Höhe von 300 Metern unter Meeresspiegelniveau ansteigen. Dieses Niveau würde auch bei einer dauerhaften Wasserhaltung mit Hilfe von Pumpen angestrebt. In einem zweiten Schritt soll dann das Grubenwasser kontrolliert so weit ansteigen, dass das Wasser in Ensdorf in die Saar abfließen kann.

Kritik am Konzept gab es umgehend vom Grünen-Chef Hubert Ulrich. Es lägen noch keine wissenschaftlichen Gutachten über Folgen wie Hebungen, Tagesbrüche und Trinkwasserverunreinigungen vor, sagt Ulrich. Der Landesregierung wirft Ulrich vor, keine eigene Expertise eingeholt zu haben, obwohl dieses Konzept bereits seit knapp einem Jahr bekannt sei. „Wir fordern die Landesregierung auf, schnellstmöglich eigene unabhängige Gutachten zu dieser Thematik einzuholen“, sagt Ulrich.

RAG-Sprecher Karlheinz Pohmer weist die Vorwürfe zurück. Natürlich würden die entsprechenden Anträge auch von Gutachten begleitet, die die Risiken beurteilen. Auch sei das Konzept so angelegt, dass der Grubenwasseranstieg jederzeit gestoppt werden könne. „Die bestehenden Wasserhaltungen werden in Reservewasserhaltungen umgebaut, die bei Bedarf aktiviert werden können“, sagt Pohmer.

Ein Vertreter der Bergbehörde sagte nach Angaben von Ausschuss-Teilnehmern, dass die Behörde nach Eingang der Anträge auch eigene Gutachten in Auftrag geben werde. Gegenwärtig liege allerdings noch kein Antrag der RAG vor. jwo

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