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RAG will für knapp 100 Millionen Euro 20 Windräder im Saarland bauen

Das Unternehmen kümmert sich um die Entwicklung und Vermarktung der rund 2350 Hektar Bergbauflächen im Saarland. Knapp 100 Millionen Euro will die RAG für die fünf Windkraft- Projekte investieren. Außerdem rechnet Noll dauerhaft mit einer „deutlichen regionalen Wertschöpfung“ durch die Windparks: rund sieben Millionen Euro jährlich – etwa durch Pachtzahlungen, Wartungsarbeiten und Gewerbesteuern.

Die RAG setzt mit dem Projekt die Strategie der vergangenen Jahre fort. „Wir sind seit zwei Jahren der größte Investor in erneuerbare Energien in der Saar- Region“, sagte Noll. Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen acht Solarparks mit einer Stromleistung von insgesamt 30 Megawatt in Betrieb genommen. Knapp 30 Millionen Euro habe man investiert. Die fünf Windparks könnten „rund ein Drittel des bis 2016 von der Landesregierung angestrebten Ausbaus der Windenergie beitragen“, beschrieb Noll die Bedeutung der Pläne für die Energiewende im Land. „Das ist eines der Zukunftsprojekte, die wir brauchen für die Strategie, 20 Prozent unseres Stromverbrauchs im Jahr 2020 durch erneuerbare Energien abzudecken“, sagte Umweltminister Reinhold Jost (SPD).

Für die Umsetzung der Projekte hat die RAG vor einigen Wochen das Tochterunternehmen Montan Wind gegründet. Jeweils drei Windräder sollen an folgenden Standorten aufgestellt werden: im Gohlocher Wald bei Lebach, in der Fröhn bei Riegelsberg, im Wald des Naherholungsgebiets Itzenplitzer Weiher (Erkershöhe) bei Merchweiler sowie der Windpark Velsen bei Völklingen. In Nonnweiler soll der Windpark Bitschberg mit deutlich mehr, nämlich mit acht Windrädern bestückt werden.

Bis Anfang 2016 sollen alle Anlagen in Betrieb gehen – wenn alles klappt. Das aber ist keineswegs gesichert. In den Gemeinden regt sich Widerstand. Einige Bürgerinitiativen haben sich gebildet.

„Wir sind überzeugt, dass die Windparks nur mit breiter Zustimmung vor Ort zu realisieren sind“, sagte Noll. Auf Informationsveranstaltungen will die RAG die Pläne vorstellen und dabei auf die kritischen Punkte eingehen: Abstände zu Häusern, Schattenwurf, Lärmentwicklung, Auswirkungen aufs Landschaftsbild und die Natur. „Wir wollen die Energiewende, dabei wollen wir aber die Menschen mitnehmen“, versprach Jost. „Wir wissen aber auch, dass es manchmal nicht möglich sein wird, auf alle Interessenlagen Rücksicht zu nehmen.“

Eine weitere Unsicherheit ist die Reform des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG). Rudolf Krumm, Repräsentant der RAG Montan Immobilien an der Saar und Chef der Montan Wind, ist aber optimistisch, dass die Reform den Projekten im Saarland nicht entgegenstehen wird.

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