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Rabauken-Kinder sollen aus Furschweiler Schulbus draußenbleiben

Über 170 Kinder fahren wochentags mit dem Bus zur Furschweiler Annenschule und nach dem Unterricht wieder nach Hause. Die Grundschüler stammen aus der gesamten Gemeinde Namborn.

Dass darunter auch mal Jungen oder Mädchen sind, die sich nicht so ganz zu benehmen wissen, liegt wohl in der Natur der Sache. Doch die Situation schien aus den Fugen zu geraten. So zumindest vermittelt es ein dramatisches Schreiben an alle Eltern der zurzeit 206 Schüler.

In dem der Redaktion vorliegenden Brief, den Schulleitung, Elternvertretung und Namborns Bürgermeister Theo Staub (SPD) unterzeichneten, heißt es unter anderem: Kinder „schreien und quietschen herum, spielen Fußball, donnern den Ball gegen die Wand, hängen sich an das Ablagenetz.“ Sie schubsten und schlügen sogar andere Kinder. Wer sie maßregeln will, wird von ihnen beleidigt. Dies spiele sich oft in Schulbussen ab. In jenen Bussen, die morgens Schüler nach Furschweiler bringen und mittags auch wieder von dort abholen. Betroffene beklagten sich darüber bei Lehrern, weinten. Die Schulleitung spricht sogar von Verletzungen. Einige wollten gar nicht mehr zum Unterricht.

Diese erschreckende Entwicklung war für Schulleiterin Nathalie Schneider Grund genug, sogar einen runden Tisch einzuberufen. Die Beteiligten – Eltern, Vertreter der Gemeinde, Busbegleiter und Busunternehmen – bauten darauf einen drastischen Drei-Punkte-Sanktionsplan auf, wenn Schüler nicht parierten, im Bus weiterhin randalierten. Dieser beginnt mit schriftlichen Abmahnungen, wenn Ermahnungen nicht fruchten. Sollte das auch kein verändertes Verhalten an den Tag legen, müssten die betreffenden Schüler damit rechnen, dass sie in einem weiteren Warnschuss für einen Tag nicht mit dem Schulbus unterwegs sein dürfen. Außerdem droht den Rabauken eine zusätzliche Strafe. In einem dritten Schritt verlieren Wiederholungstäter demzufolge ihren Anspruch auf die kostenlose Abo-Karte gänzlich. Dann müssten Eltern für den Transport blechen.

Unterricht für Sicherheit Doch damit es erst gar nicht zu all diesen einschneidenden Maßnahmen kommen muss, war ein Verkehrssicherheitstraining während der Schulzeit angesagt. Busunternehmer und Polizei schulten gemeinsam die Kinder, wie sie sich am besten verhalten, um weder sich noch andere zu gefährden.

Rathaus-Chef Staub sieht mittlerweile erste positive Auswirkungen nach dem Brandbrief an die Eltern und das Schulsicherheitstraining mit Schülern, Polizei und Busunternehmer Behles. „Seitdem habe ich keine einzige Beschwerde mehr gehört.“ Die Mitteilung an die Eltern datiert übrigens auf den 23. Januar.

Trotz mehrmaliger Anrufe war es der Redaktion nicht möglich, eine Stellungnahme seitens der Schulleitung zu bekommen.

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