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Rabengeier Ringo ist am Wochenende beim Zoofest in Neunkirchen zu bewundern

Ein richtiger Rabauke ist er noch, der kleine Rabengeier. Seit einer Woche hat der gebürtige Franzose im Zoo in Neunkirchen sein neues Zuhause gefunden. Am 6. Mai kam er in einer Falknerei bei Paris mit 70 Gramm Körpergewicht auf die Welt. Mittlerweile hat er es auf 1680 Gramm geschafft. In Neunkirchen , so berichtet Falkner Theo Omlor, hat sich der junge Mann mit Namen Ringo schon gut eingelebt. Zurzeit drückt er quasi die Schulbank, was dem zappeligen Tier nicht leicht fällt. „Immer mal zieht er an einem Schnüsenkel, läuft hinter die Kulissen“, berichtet Omlor, der seinen neuen Schüler allerdings sehr gelehrig findet. Während des Zoofests an diesem Wochenende auf den Flugschauen jeweils um 11 und 15.30 Uhr können die Besucher sehen, was Ringo bereits gelernt hat. Sehen kann man die immer 30 bis 40 Tiere natürlich auch außerhalb der Schauen, beim Training oder einfach so. Insgesamt gibt es zurzeit acht Jungtiere: Wüstenbussarde, drei verschiedene Kauzarten – Brillenkauz, Malaienkauz, Sperlingskauz –, zwei Falkenarten und Rabengeier Ringo. Allzu selten sind Rabengeier in Zoos nicht, erzählt Zoopädagoge Christian Andres der SZ auf Anfrage. Neunkirchen ist der zwölfte Tierpark – inklusive Falknereien und kleiner Parks –, die den Greifvogel zeigen. „Es gibt sicherlich mehr Giraffen und Elefanten in Zoos zu sehen als Rabengeier.“

Elefanten hat Neunkirchen auch. Noch drei an der Zahl, alles ältere Damen. Gerade hat Daniel Hag die SZ darauf aufmerksam gemacht, wie toll das sei, dass hier für die Zucht nicht geeignete Elefantenkühe gepflegt werden. Vor Jahren hatte Zoodirektor Norbert Fritsch immer mal wieder den Wunsch geäußert, dass Neunkirchen mal für Nachwuchs sorgen könnte. „Das ist noch nicht so weit“, sagt Andres dazu auf SZ-Anfrage. Dazu müsse die Anlage erweitert werden, man brauche einen gesonderten Bullenstall. „Ganz aufgegeben ist die Idee nicht, aber die nächsten Jahre wird da nichts passieren.“ Andere Bauvorhaben seien momentan vorrangig.

Deshalb wird es wohl auch die nächsten Jahre so bleiben, dass die Elefantendamen unter sich bleiben. Denn auch, wenn durchaus Platz für vier ihrer Art in Neunkirchen ist: So einfach ist es für die Dickhäuterinnen nicht, sich an neue in der Runde zu gewöhnen. Einfluss darauf hat der Zoo aber letzten Endes nicht. Das läuft alles über das Europäische Artenschutzprogramm. Dessen Koordinator sitzt in Rotterdam und er bestimmt, welche Elefanten wohin kommen. Auch die beiden Spanierinnen waren so vor fünf Jahren in Neunkirchen gelandet. „Momentan sind unsere drei bei bester Gesundheit, von uns aus kann alles ruhig erst einmal so bleiben“, sagt Andres.

Wer dem dickhäutigen Trio einen Besuch abstatten will oder Ringos Fortschritte in der Flugschau beobachten möchte: Am Wochenende ist Zoofest mit buntem Programm.

 

Zum Thema:

Auf einen BlickDas Zoofest beginnt am Samstag um 12 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr. Der Zoo öffnet an beiden Tagen bereits um 8.30 Uhr. Das Fest kostet keinen zusätzlichen Eintritt zu den regulären Preisen. Das Motto lautet „Tierische Zootage meets AOK Familientage“, alle AOK-versicherten Kinder bis 17 Jahre haben dieses Wochenende freien Eintritt. red
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