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Radcross-Profis: St .Wendler Strecke sehr schwer

St. Wendel. Nach seiner Trainingsfahrt steht Shawn Adamson (25) im Fahrerlager der Cyclo-Cross-WM in St.Wendel. Mithilfe eines Hochdruck-Reinigers versucht er, sein Fahrrad von einer zentimeterdicken Schlammschicht zu befreien. Auch bei Adamstown hat die Fahrt Spuren hinterlassen. Er ist außer Atem. "Die Strecke in St. Wendel ist sehr schwer", urteilt der Kanadier aus Edmonton. "Wer hier gewinnt, der hat es wirklich verdient."

Mit seinen Teamgefährten Derrick St. John, Craig Richey und Natasha Elliot ist er vor wenigen Stunden in der Kreisstadt angekommen. "Wir waren vier Stunden mit dem Kleinbus unterwegs", meint Shawn. Angereist sind die vier Ahornblätter nicht aus ihrem Heimatland, s

ondern aus dem belgischen Oudenaarde. Seit November hält sich das Team dort auf, um im Mekka des Radcross Wettkampfpraxis zu sammeln.

Viel Zeit sich in St. Wendel umzusehen habe er nicht gehabt, erklärt der Rennfahrer. "Wir haben die Bikes ausgepackt und sind sofort auf die Strecke." Was er bei der Anreise gesehen hat, habe ihm aber gut gefallen. Adamson: "Es ist ganz anders als Belgien. Mehr Berge und Hügel und auch die Häuser sehen hier anders aus."

Bis zum Rennsonntag stehe für die Nordamerikaner nun vor allem Erholung und Kräfte sammeln im Vordergrund. "Immer locker bleiben", lautet Adamsons Motto. Für die Spitzenplätze kämen ohnehin andere Fahrer infrage. Der Kanadier nennt Weltmeister Zdenek Stybar und den deutschen Spitzenfahrer Philipp Walsleben als Favoriten. "Walsleben ist jung, schnell und gut. Für ihn ist ein Top-Fünf-Platz drin", glaubt Adamson.

Für die Nordamerikaner sei es auch aufgrund des Materials schwierig ganz nach vorne zu kommen. Die Flüge nach Europa kosteten viel Geld. Für Fahrräder und Ersatzteile bleibe da nicht viel Platz. "Wir haben so wenig mitgenommen wie möglich", meint Adamson. "Der Flug allein hat mich schon 1 300 Kanadische Dollar gekostet. Und jedes Bike dann noch mal 400 extra Dollar." Deshalb habe jeder Fahrer des Teams Kanada nur zwei Räder und vier Ersatzreifen zur Verfügung. Adamson: "Wir müssen die Sache also vorsichtig angehen."

Die Temperaturen um den Gefrierpunkt seien für die Fahrer kein Problem, meint der Kanadier. "Das Wetter ist nicht schlecht. Besser so, als wenn viel Schnee auf der Strecke liegt."

Adamson hofft, dass Teamkollegin Natsha bei den Frauen unter die besten 20 kommen kann. Befragt zu den Chancen der Männer sagt er lächelnd: "Top 40 wäre toll. Und nicht überrundet zu werden."

 

 

 

Auf einen Blick

Um während der Rad-Cross-Weltmeisterschaft in St. Wendel für genügend Sicherheit zu sorgen, sind seit gestern mehr Polizisten in der Stadt unterwegs. Das teilte gestern Polizeihauptkommissar Dietmar Böhmer mit. Demnach seien seine Kollegen Tag und Nacht verstärkt auf den Straßen im Einsatz, insbesondere an jenen Orten, wo teure Sportzweiräder zentral abgestellt werden. Außerdem müssten sich die Beamten intensiver als üblich um den Autoverkehr kümmern, da an den Renntagen Samstag/Sonntag, 29./30. Januar, viele Straßen gesperrt sind. hgn

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