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Rätselhafte Atomtransporter halten Saarbrücker Polizei auf Trab

Rätselhafte Atomtransporter hielten am Donnerstag (21.02.2013) die Polizei Saarbrücken auf Trab.

Rätselhafte Atomtransporter hielten am Donnerstag (21.02.2013) die Polizei Saarbrücken auf Trab.

Saarbrücken. Drei Nukleartransporter standen gestern zur Mittagszeit nahe dem Grenzübergang Goldene Bremm vor einem Schnellrestaurant, die Fahrer machten Pause. Die auffälligen Lkw mit belgischen Kennzeichen waren mit mehreren Warntafeln gekennzeichnet und verwiesen so auf brisante Fracht. Nach den Warntafel war diese nicht nur radioaktiv, sondern zugleich umweltgefährdend und ätzend. Als eine Fotografin unserer Zeitung nach einem Leserhinweis Aufnahmen machte, beschwerten sich die Fahrer darüber. „Man darf die Fahrzeuge nicht forografieren“, sagten sie, stritten aber nicht lange, sondern fuhren davon. Auf Anfrage unserer Zeitung bei der Bundespolizei in Bexbach gab sich Behördensprecher Dieter Schwan überrascht: „Weder das Führungs- und Lagezentrum der saarländischen Vollzugspolizei noch wir wussten von einem Nukleartransport. Wir haben eine Streife entstandt, die Fahrzeuge aber nicht mehr angetroffen. Wir wissen inzwischen nur, dass sie aus Frankreich eingereist sind, aber auch bei der dortigen Polizei waren sie nicht angemeldet“, sagte Schwan. Die Lkw sollen für das Atommüllendlager Asse in Niedersachsen fahren. Schwan: „Wir wissen aber nicht, ob es sich um einen meldepflichtigen Transport handelte oder vielleicht um eine Leerfahrt.“

Am 7. Februar waren schon einmal tagsüber drei Atomtransporte über die Goldene Bremm gerollt, diesmal von Deutschland nach Frankreich (die SZ berichtete). Damals waren die Transporte angemeldet, Polizei und Feuerwehr waren informiert. Gestern offensichtlich nicht.

Für Nukleartransporte ist das Saarland eine Hauptroute. Nur wird das kaum bemerkt. Während die Castortransporte auf der Schiene von hunderten Polizisten begleitet werden, sind die Straßentransporte zwar gekennzeichnet, aber unauffällig. Sofern schwach strahlende Brennstäbe befördert werden, bestehe lediglich eine Meldeverpflichtung, erklärte Schwan. Die Polizei würde die Transporte auf der Straße weder bewachen noch begleiten. Wissen wolle man aber schon, wann und wo sie rollen. bub

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