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Räuber müssen lange ins Gefängnis

Saarbrücken. Sichtlich geschockt haben am Freitag drei junge Angeklagte im Alter von 19, 20 und 24 Jahren auf das Urteil des Landgerichts zum Überfall auf einen Diskotheken-Betreiber aus dem Saarland reagiert. Die Richter hatten die Tat als bewaffneten Raub und die Angeklagten als Schwerkriminelle eingestuft.

Begründung: Die drei Männer hätten ihr Opfer am Abend des 10. Mai 2010 in dessen Wohnung besucht. Die Oma des Mannes habe die Tür geöffnet und sie in den Flur gelassen. Dann hätten die Angeklagten dem Disko-Betreiber ein Messer gezeigt. Nach Aussage des Mannes sagten sie, wenn er sich nicht füge, würde ihm oder seiner Oma etwas passieren. Anschließend nahmen sie aus einer Geldkassette zwischen 2400 und 3500 Euro. Treibende Kraft hinter dem Ganzen sei der 20-Jährige gewesen. Er habe von dem Opfer nach eigener Aussage 600 Euro wegen eines geplatzten Drogengeschäftes gefordert. Der Disko-Betreiber bestreitet dies.

Die höchste Strafe für diese Tat verhängten die Richter gegen den 24-Jährigen, weil für ihn das härtere Erwachsenen-Strafrecht gilt. Er muss acht Jahre ins Gefängnis. Der 20-Jährige wurde als Heranwachsender zu viereinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt. Beide Männer sind vorbestraft, im Gegensatz zu dem 19-Jährigen. Ihn stufte das Gericht als Mitläufer ein, verhängte eineinhalb Jahren Jugendstrafe auf Bewährung. Auch der bislang unbescholtene 19-Jährige sei nun Täter eines Deliktes der Schwerkriminalität.

Die Angeklagten und ihre Angehörigen reagierten erschüttert. Je nach Temperament sprangen sie auf, sackten zusammen oder rauften sich die Haare. Einige Frauen im Zuschauerraum weinten. Sie hatten offenbar mit deutlich niedrigeren Strafen gerechnet, vielleicht sogar auf Freispruch gehofft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. wi

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