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Räumungsverkauf: Praktiker geht, Max Bahr kommt



Sinnerthal. Dafür, dass die Preise um 95 Prozent gesenkt worden sind, geht es höchst gesittet zu in den schon recht leeren Hallen des Sinnerthaler Praktiker- Baumarktes. Denn die besten Teile sind schon längst weg, hat der Räumungsverkauf mit seinen immer größer werdenden Preis-Nachlässen doch schon nach Weihnachten begonnen. Da hatten die Kunden genug Zeit, ihre Schnäppchen zu machen. „Mir tut das richtig weh, wie das jetzt hier aussieht“, sagt uns eine Verkäuferin angesichts der verbliebenen Waren, die nach Art der Reste-Rampen auf einer Teilfläche der großen – in weiten Bereich schon leeren – Halle präsentiert werden. Das Obergeschoss ist nicht mehr geöffnet. Der Schlussverkauf dauert bis spätestens Samstag, sollte so lange noch Ware da sein. Die Stimmung ist gelöst. Bei Kunden und Personal, denn das soll weiter beschäftigt werden, wie die Marktleitung bestätigte, wenn der Baumarkt Mitte Februar wieder eröffnet wird.

„Max Bahr“ wird er dann heißen (siehe Info). Mit gelben Handzetteln stellt sich Max Bahr den Leuten vor, die jetzt noch von Kiste zu Kiste eilen und die Regale nach nützlichen Dingen für Haus und Garten durchforsten. Wer noch größere Mengen Wespenspray sucht, wird in Sinnerthal ebenso fündig wie Zeitgenossen, die auf der Suche nach einer orangefarbenen Klobrille sind. Auch noch im Angebot „Feine Makulatur“, die man wohl zum Anbringen von Tapeten verwenden kann, oder der Afrika-Endknopf- Tonga, der eine Gardinen- Stange zu zieren vermag. „Wer sucht, der findet“, diese alte Lebensweisheit hilft zurzeit auch im Praktiker-Markt weiter. Und so reihen sich an den Kassen die Kunden auf, die allesamt ein erstaunliches Sammelsurium von Leisten, Muffen, Schellen, Schaltern und diversen anderen Kleinteilen zum Tiefstpreis erwerben wollen. Tanja Schröder ist eigens aus Heusweiler angereist, um zu stöbern. „Wir bauen zu Hause um und da kann ich viele Sachen gebrauchen“, zeigt sie auf ihre Fundstücke im Einkaufswagen. Ein älterer Herr aus der Nachbarschaft ist seit Ausverkaufsbeginn fast jeden Tag im Räumungsverkauf unterwegs.

Er konstatiert: „Ich habe ein paar prima Sachen günstig bekommen“. Gestern geht er aber nur mit einem Rundholz („das kann man sicher auch mal brauchen“) in der Hand in Richtung Kasse. Draußen gibt es, wie gewohnt, an der Bude Rostwürste und andere Stärkungen. Dass am Samstag die Praktiker-Ära in Sinnerthal. endet, scheint die Mahrzahl der Kunden nicht besonders zu bewegen, Hauptsache, es entsteht auf dem verkehrsmäßig bestens erschlossenen Areal kein Leerstand.


AUF EINEN BLICK

Max Bahr, seit 2007 Teil der Praktiker Holding AG, gilt als die Zukunftshoffnung des in Schlingern geratenen Praktiker- Konzerns. Bei der Sanierung geht es deswegen auch darum, den Großteil der Praktiker- Märkte auf die Tochter- Marke umzuflaggen. Was jetzt in Sinnerthal geschieht. Max Bahr gehört nach eigenen Angaben zu den zehn Großen der deutschen Baumarkt- Branche. Die Firma wurde 1879 als Stellmacherei von Johann Jacob Heinrich Bahr in Hamburg- Bramfeld gegründet. 1963 begann der Aufstieg als Filial-Unternehmen mit heute 80 Baumärkten in ganz Deutschland und zurzeit rund 4500 Mitarbeitern. sl

www. maxbahr.de


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