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Rassismus? FCS-Trainer angeblich von Freiburger Betreuer beleidigt

  „Ich wurde rassistisch beleidigt“, erklärte FCS-Trainer Fuat Kilic nach dem 2:1 (0:0)-Erfolg des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken über den SC Freiburg II am Dienstag (05.08.2014). Abscheu und Unverständnis standen dem 41-Jährigen ins Gesicht geschrieben. Die Beleidigungen kamen von einem Freiburger Betreuer. „Es wurde gerufen: Kann dieser Scheiß-Türke sich hier alles erlauben“, erzählte Kilic. „Ich lebe seit 34 Jahren in Deutschland, habe einen deutschen Pass. Ich bin vielleicht deutscher als dieser Typ. Was ist los mit der Integration?“

Nach Angabe von FCS-Pressesprecher Christoph Heiser hat Schiedsrichter Timo Gerach einen Sonderbericht verfasst. Freiburgs Trainer Iraklis Metaxas äußerte sich in der Pressekonferenz zu dem Vorfall nicht. „Ich finde es sehr schade und es tut mit leid für einen Verein wie den SC Freiburg , der ja auch sehr viele Spieler mit Migrationshintergrund in seinen Reihen hat“, sagte Kilic, der mit sieben Jahren nach Deutschland kam, hier Abitur und Studium gemacht hat und längst deutscher Staatsbürger ist, „solche Dinge haben im Fußball nichts verloren. Es sollte nur um die Leistung gehen und nicht darum, welche Herkunft jemand hat.“

Im Breisgau sieht man die Geschehnisse anders. „Sowohl der genannte Betreuer, als auch sämtliche Vertreter des Regionalliga-Teams, die auf der Bank saßen, bestreiten, dass es eine ausländerfeindliche Beleidigung gegen den Trainer des 1. FC Saarbrücken gab“, erklärte SCF-Sprecher Rudi Raschke auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung. „Es war ein hitziges Spiel, bei dem es bereits vor Anpfiff verbal zur Sache ging, im Lauf des Spiels wurde von der Saarbrücker Bank eine Wasserflasche auf unsere Bank geworfen. Wir bedauern, dass der Betreuer unseres Regionalliga-Teams sich zu einem Streit mit Saarbrückens Trainer Fuat Kilic hinreißen hat lassen. Wir betonen zugleich, dass rassistische oder in anderer Form diskriminierende Beleidigungen keinen Platz beim SC Freiburg haben und streng geahndet würden, ganz egal, wer so etwas ausspräche.“

Auf der Freiburger Bank saß auch ein alter Bekannter: Michael Müller , in der vergangenen Saison noch Nummer zwei im FCS-Tor, jetzt Torwarttrainer in Freiburg. „Ich stand nur auf dem Spielbericht, weil zwei andere Jungs ausgefallen sind“, sagte Müller und freute sich über die Leistung seines Schützlings Dennis Klose, „er hat das richtig gut gemacht“. Am Gäste-Torwart lag es nicht, dass der FCS nach dem Rückstand das Spiel noch drehte und verdient für sich entschied. Viel mehr an der taktischen Umstellung vom defensiv geprägtem 4-1-4-1 zunächst auf ein sehr offensives 4-3-3 mit Dennis Wegner links, Felix Luz in der Mitte und Matthew Taylor rechts im Angriff. Später dann nach der Hereinnahme von Patrick Zoundi änderte sich die Grundordnung in ein 4-4-2. „Die Umstellungen haben uns gut getan“, sagte Taylor, dem im ersten Durchgang die Unterstützung fehlte, „Die zweite Halbzeit hat Spaß gemacht.“
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