A1 Trier Richtung Saarbrücken Zwischen Parkplatz Sombach Mühle und Parkplatz Schaumberg Kreuz Gefahr durch ungesicherte Unfallstelle (16:31)

A1

Priorität: Sehr dringend

8°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
8°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Raupen-Invasion: Insektenlarven suchen das Bommersbachtal heim

  Bous. „Hilfe, die Raupen kommen“: Spaziergänger in Bous schlagen Alarm. Eine Raupen-Invasion im so idyllischen Naherholungsgebiet Bommersbachtal hält die Menschen in Atem. Es sind zwar nur einige wenige Bäume befallen, diese aber dafür total. Wo letztes Jahr einige wenige Gespinste zu finden waren, sind jetzt die Baumkronen zum Teil komplett eingesponnen. Und wo die Raupen durchgekommen sind, wächst im wahrsten Sinne des Wortes kein Blatt mehr. Tausende dieser Insektenlarven sind in diesen Tagen unterwegs. Unzählige sind gerade dabei , sich an langen Spinnfäden abzuseilen. Noch mehr wandern die Äste und Stämme entlang.

Um welche Raupen es sich handelt, ist derzeit noch unbekannt. Eichenprozessionsspinner sind es jedenfalls nicht. Zum einen sind keine Eichenbäume befallen, sondern verschiedenartige Obst- und Laubbäume. Zum anderen weicht die Färbung und die Behaarung deutlich von den, der aufgrund ihrer giftigen Nesselbehaarung keineswegs ungefährlichen Prozessionsspinner ab. Bei den Bouser Raupen handelt es sich um gelb-grüne Larven mit einer schwarzen Strichzeichnung. Dabei weisen die Raupen so gut wie keine Behaarung auf. Auch handelt es sich nicht um die charakteristischen Spanner-Raupen, die sich vor allem in Gefahrensituationen gerne von den Zweigen wegzustrecken, um in dieser Mimikry-Haltung zu verharren und zum Schutz vor Fressfeinden ein kleines Zweiglein zu imitieren. Es dürfte sich vielmehr um einen Spinner handeln, was die mächtigen Gespinste überdeutlich dokumentieren.

Bommersbachtal könnte in den nächsten Jahren schnell kahl gefressen sein

Möglicherweise könnte es sich um die Larve eines so genannten „Mondvogels“ handeln, ein Schmetterling mit einer Flügelspannweite von 48 bis 65 Millimeter, grauen Flügeln mit gelbem Spitzfleck, wobei Kopf- und Vorderseite des Brustabschnitts ebenfalls gelb sind. Laut Fachliteratur kommt er an Waldrändern und Gebüschen vor und gilt überall als häufig. Als Besonderheit wird angegeben, dass der Falter mit eng angelegten Flügeln ruht und dann stark an einen abgebrochenen, morschen Zweig erinnert.

Die Raupe, so erfährt man weiter,, ist gelb mit schwarzem Kopf und schwarzen Längsstreifen. Sie lebt gesellig an verschiedenen Laubbäumen und Sträuchern. Egal, um welche Art es sich auch handelt, wenn nur aus einem Bruchteil der Raupen Schmetterlinge werden und diese dann wieder Hunderte von Eiern legen, dürfte das Bouser Bommersbachtal in den nächsten Jahren schnell kahl gefressen sein. 
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein