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Raus aus der Innenstadt: In Saarbrücken soll es zukünftig weniger Verkehr geben

Die Stadt plant gerade, wie sich der Saarbrücker Verkehr bis ins Jahr 2030 verändern soll. Und wer plant, der braucht Ziele. Die hat sich der Stadtrat im Oktober 2015 gegeben und sie „Leitziele für eine nachhaltige Gestaltung der Mobilität“ genannt. Die Stadträte wollen unter anderem eine höhere Verkehrssicherheit erreichen, eine gleichberechtigte Teilhabe für alle Saarbrücker Bevölkerungsgruppen, lebenswertere Straßenräume und eine Veränderung des Verkehrs weg vom Individualverkehr mit dem Auto hin zu mehr Fahrradfahrern, Fußgängern und Öffentlichem Nahverkehr. Konkret will die Stadt aber auch den Ausstoß von CO2 um 40 Prozent senken, den Lärm reduzieren und den Flächenverbrauch minimieren.

Für die Umsetzung hat die Stadt die Unterstützung von Gutachtern eingekauft. Die Planungsbüros „Planersocietät“ und „Gertz Gutsche Rümenapp“ haben sich in einem ersten Schritt die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zum Verkehrsentwicklungsplan angeschaut. Über 170 Maßnahmenvorschläge waren aus dieser Bürgerbeteiligung entstanden. Diese wurden von den Gutachtern anhand der Leitziele bewertet und daraus konkrete Vorschläge entwickelt. Hierzu zählen attraktive Straßenräume, zum Beispiel in einer umgestalteten Viktoria-straße und Kaiserstraße. Mit einem Innenstadt-Verkehrskonzept wollen die Gutachter vor allem die Verkehrslenkung optimieren sowie die Komplexität des Innenstadtnetzes mit den vielen Einbahnstraßen verringern. Ebenso sollen Straßen- und Platzräume für mehr Aufenthalts- und Lebensqualität in der Innenstadt geschaffen und die Verkehrsbelastungen reduziert werden. Dafür schlagen die Gutachter zum Beispiel konkret eine kleine Innenstadtumfahrung vor, die von der Dudweiler Straße entlang der Bahn bis zur Viktoriastraße geführt werden kann und vor allem die Dudweiler Straße sowie die Richard-Wagner-Straße entlasten soll (siehe Grafik).

Ein wichtiger Schwerpunkt wird laut Gutachter für die Zukunft sein, sogenannte umweltfreundliche Mobilitätsangebote zu machen. In wahrscheinlich keiner anderen Hauptstadt lägen Einkaufsspaß, Kulturangebot und exzellente Gastronomie so nahe beieinander, dass sie Besucher in wenigen Minuten zu Fuß erreichen können, schreiben die Gutachter. Daher sei es in einer Stadt der kurzen Wege wichtig, den Fußverkehr zu stärken. Dies setze den Ausbau sicherer und attraktiver Wegeverbindungen voraus. Auch der Radverkehr habe noch viel Potenzial, gerade angesichts des Pedelec-Booms.

Am 29. April sollen im Rahmen eines Bürgerforums die Pläne diskutiert und ergänzt werden. Im Internet können die Ideen ebenfalls kommentiert werden. Bisher hätten sich nach Angaben der Stadt bereits annähernd 1000 Saarbrücker beteiligt.

vep.saarbrücken.de

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