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Realschullehrer: Immer mehr Schüler verhaltensauffällig

Saarbrücken. Der Verband der Realschullehrer (VDR) beklagt, dass es immer mehr verhaltensauffällige Schüler gebe, die den Unterricht „permanent stören“. VDR-Chefin Inge Röckelein sagte der SZ, die Zahl der Schüler, die „Lehrer beleidigen und Mitschüler drangsalieren“, habe deutlich zugenommen. Ohne Rücksicht auf lernwillige Klassenkameraden machten diese „mitunter selbst den spannendsten Unterricht völlig unmöglich“, so Röckelein. Notwendig sei deshalb eine „konzertierte Erziehungsoffensive“ von Eltern, Lehrern und Bildungsministerium.

Die VDR-Chefin appellierte an die Eltern, „ihren Kindern klar zu machen, dass Unterricht keine permanente Spaßveranstaltung sein kann“. Lernen habe eben auch „etwas mit Anstrengung zu tun“. Vom Ministerium verlangte sie einen Ausbau der Schulsozialarbeit, des schulpsychologischen Dienstes und der Lehrerwochenstunden für Programme zur Gewaltprävention, Konfliktbewältigung und Erziehungsberatung der Eltern. Jede Schule benötige einen Schulsozialarbeiter. Bisher hätten manche gar keinen und andere nur eine halbe Stelle. Röckelein verwies darauf, dass Schulsozialarbeiter „zum Teil sehr schlecht bezahlt“ würden, so dass sie nicht selten ihre Tätigkeit aufgäben, wenn ihnen eine andere angeboten wird.

Sie beobachte eine immer weiter aufgehende Schere zwischen den Eltern, die „sehr interessiert“ seien am Schulbesuch ihrer Kinder, und anderen, die daran „kein Interesse haben“. Es gebe nicht wenige Fälle, wo man sagen müsse: „Das Problem sind nicht die Kinder, sondern die Eltern.“ Schulsozialarbeiter könnten hier „auch aufsuchende Arbeit leisten, also in die Familien hineingehen“, so Röckelein.

In schulinternen „Konfliktfällen“ erwarteten die Lehrer Rückendeckung durch die Schulaufsicht. Die bisher im Schulordungsgesetz vorgesehenen Sanktionsmöglichkeiten gegen störende Schüler verfehlten oft ihre Wirkung, sagte die VDR-Landeschefin. So sei dort vorgesehen, dass Schüler „von einer bevorzugten Veranstaltung ausgeschlossen“ werden könnten. Dann müsse die Klassenkonferenz das aber „zeitnah beschließen“. „So viele bevorzugte Veranstaltungen“ gebe es gar nicht, bei denen es Schülern leid täte, wenn sie nicht dabei wären. Insofern könne „man auch darüber nachdenken, diesen Paragraphen anders zu fassen“ und „andere Möglichkeiten in den Blick zu nehmen“.

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