A6 Metz/Saarbrücken Richtung Kaiserslautern AS Sankt Ingbert-West Standstreifen blockiert, Gefahr durch defektes Fahrzeug (07:44)

A6

Priorität: Sehr dringend

9°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
9°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Redakteure der Saarbrücker Zeitung geben Geschenketipps

Eine Tasse Tee mit Prinz Wladimir
Von SZ-Redakteur Oliver Schwambach

Das ist eines dieser kleinen Alltagswunder, öffnet man die winzige Dose Kusmi- Tee mit der Aufschrift „Prinz Wladimir“. Zitrusduft steigt auf; sind die kostbaren Blättchen aber aufgebrüht, schmeckt der Trunk so würzig, dass man sich gleich ins St. Petersburg der Zaren träumt. Dort fing für Pavel Michailovitch Kousmichoff auch alles an, bevor es den Teehändler nach Paris verschlug. Klar kann man Kusmi-Tee auch via Internet kaufen, schöner aber ist es direkt in Paris in der rue de rosiers. Am besten also, man beschenkt sich selbst mit einer Fahrt nach Paris. Im Zug dorthin bleibt Zeit, in Miroslav Saseks charmant gezeichnetem Städteporträt „Paris“ (64 Seiten, 16,95 Euro) von 1959 zu blättern, das der Kunstmann- Verlag wieder aufgelegt hat. Könnte man glatt selbst behalten.


Mit China-Kladden 2014 trendy sein
Von SZ-Redakteur Dietmar Klostermann

Während alle Welt über Smartphone- Gläser rubbelt, weiß der Trendsetter längst, was 2014 die Szene in Erregung versetzen wird: die handgroße China-Kladde, Din- A-6, wahlweise liniert oder kariert (1,99 Euro etwa bei Karstadt). Der puristische Klassiker in schwarz mit rotchinesischen Ecken eignet sich bestens, um elegant aus Sakko- oder Handtasche gezogen zu werden und eine Idee hineinzukritzeln. Nur mit einem crayon plomb, für den morbid-snobistischen Touch. Wer es nobler mag, sollte die Reise- Kladde der National Geographic Society (ab 9 Euro im Schreibwarenhandel) verschenken, mit Leinen-Überzug in Khaki, saharasand-farbenem Haltegummi, sowie goldenem Seidenleseband. Hinten eingeklebt: die Straßenkarte von Ägypten-Nord.


Drogendrama oder Fußballfest
Von SZ-Redakteur Marc Prams

Ein krebskranker Familienvater, der seinem Sohn und seiner schwangeren Frau mehr als einen Schuldenberg hinterlassen möchte und deshalb beginnt, die Droge Methamphetamin herzustellen und zu verkaufen, ist nicht unbedingt der Stoff einer klassischen Weihnachtsgeschichte. Die US-Serie „Breaking Bad“ hat dennoch einen Platz unterm Christbaum verdient. Am besten gleich als Box mit allen fünf Staffeln (109 Euro). Denn die Geschichte von Walter White, der sich vom schüchternen Lehrer zum skrupellosen Kriminellen wandelt, macht ähnlich süchtig wie die Droge, um die es geht. Als sportliche Alternative empfehle ich Karten fürs Championsleague- Finale, bei dem sich im Mai in Lissabon Bayern und Dortmund gegenüberstehen. Wer sonst?


Vom Rausch der Aromen
Von SZ-Redakteurin Iris Neu

„Ich bin im Rausch!“, schrieb ein deutscher Kochbuch-Kritiker euphorisch, der nach den Rezepten von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi am heimischen Herd den Löffel schwang. Der Israeli und der Palästinenser, die sich in London kennenlernten, haben himmlische Rezepte aus ihrer Heimatstadt Jerusalem zusammengetragen – dem Schmelztiegel von mehr als 100 Nationen. Auch mich lässt der Rausch der Aromen aus „Jerusalem – Das Kochbuch“ (Dorling Kindersley, 320 Seiten, 24,95 Euro) nicht mehr los: Pistaziensuppe, Salat von geröstetem Blumenkohl mit Haselnüssen und Granatapfelkernen, Brathähnchen mit Clementinen und Arak. Als Geschenk ist dieses Buch auch wegen seiner wunderbaren Geschichten und großartigen Fotos wärmstens zu empfehlen.


Was die Welt zusammen hält
Von SZ-Redakteurin Daniela Schmitz-Hussong

Was macht mein Leben sinnvoll? Wieso wissen wir, was wir wissen? Für Neulinge im weiten Feld der Philosophie bietet dieses bunt ausgestattete und unkonventionelle Buch einen schönen Einblick in die Welt der Gedanken. Gut 100 Ideen berühmter Denker – von Platon bis Heidegger – werden vorgestellt und miteinander in Zusammenhang gebracht. Vielleicht finden Sie ja an den Feiertagen die Zeit, mit ihren Liebsten in diesem Band zu schmökern: „Das Philosophie-Buch: Große Ideen und ihre Denker“ (Dorling Kindersley, 352 Seiten, 24,95 Euro). Und für alle, die noch mehr wissen wollen: Es gibt aus demselben Verlag und mit demselben gelungenen Konzept auch noch muntere Einführungen in die Themenfelder Psychologie, Wirtschaft und Religion.


Ab ins Kino - und zum Ophüls-Festival
Von SZ-Redakteurin Ulrike Paulmann

Nicht jedem braucht man an Weihnachten mit Gutscheinen zu kommen. Dem Argument „einfallslos“ kann ich mich jedoch gar nicht anschließen. Im Gegenteil: Es kommt halt auf den richtigen Gutschein an – auf den, der gut zum Empfänger passt. Wer gern mal in ganz andere (Lebens-)Welten abtaucht, der wird sich über einen Gutschein fürs Kino freuen. Und wenn der Beschenkte dann noch auf deutschsprachige Filme von jungen Filmemachern steht, dann sei der Fünfer-Pass für das bevorstehende 35. Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken (20.-26. Januar) empfohlen. 37,50 Euro kostet der. Dafür erhält man fünf Kinokarten je nach Geschmack. Und die einzigartige, ganz besondere Festivalatmosphäre gibt es umsonst dazu.
 

Wolkenkratzer flieg’ oder Krimi mit Kostüm
Von SZ-Redakteur Johannes Schleuning

Wegfliegen kann jeder, aber Dableiben kann auch Staunen machen: Der Flughafen Frankfurt – nach Passagierzahlen der elftgrößte der Welt – bietet für 15 Euro interessante Touren hinter die Kulissen an (www.frankfurt-airport.de). Die führen unter anderem direkt aufs Rollfeld, wo der A 380 zum wahren Wolkenkratzer wird und einem fast über die Füße rollt. Zurück im Saarland lassen sich weitere Geschenkgutscheine einlösen. Etwa für ein Krimidinner, wo Schauspieler während eines mehrgängigen Menus eine Mordsgeschichte auftischen (mehrere Anbieter im Internet, ab ca. 70 Euro pro Person). Fürs Sahnehäubchen sorgt man selbst: mit dem zum Stück passenden Kostüm. Empfehlenswert ist der Verleih Schikofsky in Püttlingen.


Kunst selbermachen, statt konsumieren
Von SZ-Redakteurin Sophia Schülke

Wenn Weihnachten schon kein Stern vom Himmel fällt, dann vielleicht ein verborgenes Talent? Denn statt des nächsten Bildbandes kann man ja mal die Teilnahme an einem Kunstkurs schenken. Das Angebot ist breit: In der Bosener Mühle wird geschmiedet und im Studio Foto-Kiefer lernen nicht nur Einsteiger ihre Kamera kennen (79 Euro). Die Freien Mal- und Kunstschulen in Schwalbach und Homburg bieten Kurse für Malen, Druck, Plastik und Kunsthandwerk an. An der Freien Kunstschule Saarlouis zeichnen Jugendliche schon ab dem 28. Dezember Mangas (75 Euro). Und bei eigenen Druckgrafiken unterstützt die Künstlerin Gabi Wagner (70 Euro), bei figürlicher Malerei der HBK-Dozent Jörg Munz (60 Euro).


Genießen mit der Schnecke
Von SZ-Redakteur Thomas Reinhardt

Seit über 20 Jahren gibt Slow Food den italienischen Gastroführer „Osterie d’Italia“ heraus. Wir haben auf mehreren Reisen die Bücher genutzt und erfreuliche Entdeckungen gemacht. Jetzt war die Slow-Food-Schnecke erstmals in deutschen Landen unterwegs und hat ihre Fühler ausgestreckt. Auf ihrer kulinarischen Reise hat sie 300 Gasthäuser ausgesucht. Gut, sauber und fair – das sind die Kriterien von Slow Food. Frische, saisonale Produkte aus der Region sollen angeboten werden. Der „Slow Food Genussführer Deutschland 2014“ (336 Seiten, 19,95 Euro, www.oekom. de) ist eine Fundgrube für alle, die eine ehrliche und nachhaltige Esskultur schätzen. Das Saarland ist in dem Buch mit sieben Adressen gut vertreten.


Wacholderschnaps mit Wein von der Saar
Von SZ-Redakteurin Nicole Bastong

Wer heimische Produkte jenseits „Saarbrigge“- Taschen und Dibbelappes- Kochbuch verschenken will, kann auf eine neue Spirituose von der Saar zurückgreifen: Ferdinand’s Saar Dry Gin. Benannt ist sie nach Ferdinand Geltz, der als königlich-preußischer Forstmeister den Verband deutscher Prädikatsweingüter (VDP Mosel- Saar-Ruwer) mitgründete – eine Hommage an das Weingut Geltz- Zilliken, von dem der Riesling für den Saar-Gin stammt. Wacholderschnaps mit Wein? Ist wie so oft Geschmacksache. Den stolzen Preis von 35 Euro (für 0,5 Liter) rechtfertigt neben der regionalen Herkunft auch die stilvolle Aufmachung des Gins. Erhältlich ist dieses Geschenk für Liebhaber bei Capulet & Montague in Saarbrücken.


Lesestoff für Bastler und Weltbürger
Von SZ-Redakteurin Dörte Grabbert

Es gibt so viele gute Zeitschriften auf dem Markt. Für jeden Geschmack eine, also auch ein gutes Geschenk für jeden. Vor allem dann, wenn es die Zeitschriften nur in großen Bahnhofsbuchhandlungen gibt, an denen ja nun wirklich nicht jeder regelmäßig vorbeikommt. Da ist zum Beispiel die Trekkingbike. Gut für Fahrradfreaks und Bastler. Oder die Kulturzeitschrift Lettre International mit Essays, Gesprächen, Reportagen aus der ganzen Welt. Die ist was für gefühlte Weltbürger, die vom gemütlichen Saarland aus trotzdem gerne den Blick in die Gedankenwelt fremder Kulturen wagen. Oder Das Magazin für Kultur und Lebensart aus Berlin mit tollen Reportagen und Kolumnen. Die Liste ist lang, mehr Ideen gibt’s im Bahnhofsbuchhandel.


Dieses Jahr werden alle Wünsche wahr
Von SZ-Redakteurin Elke Jacobi

Dieses Jahr mache ich’s mal ganz anders. Ich schenke nicht wirklich „Neues“. Nein – ich erfülle eigentlich unerfüllbar geglaubte Wünsche. Das ist mit Arbeit verbunden, erfordert viel Mail- und Telefon- Verkehr – und am Schluss landet man bei Ebay. Jäger und Sammler in einer Person, versuche ich so, nach und nach das zu finden und zu schenken, mit dem keiner der liebsten Menschen der Welt rechnet. Ergattert: Lieblingsspiel des Sohnes („Globetrotter“). Jetzt arbeite ich an Micky- Maus-Toaster, Wonder-Woman- Kostüm, Omas Schildkröt- Puppe und dem ein oder anderen „Warte-ein-Weilchen“. Dazu gibt’s: Anne Ragdes „Lügenhaus“- Trilogie, je 9,99 Euro, und für alle Fälle einen „Sorgenfresser“ (Buchhandel ab 12,99 Euro) .


Leichte Kost unter dem Weihnachtsbaum
Von SZ-Redakteurin Yvonne Handschuher

Eine berufstätige Mutter kommt eher selten dazu, ein Buch in die Hand zu nehmen. Zumindest geht es mir so. Aber als mir „Hunger, Pipi, Durst. Eine Chaosfamilie macht Urlaub“ von Anke Schipp, (Dumont, 8,99 Euro) in die Hände gefallen ist, genauer gesagt es mein 71-jähriger Schwiegervater angeschleppt und selbst gelesen hat, konnte ich es nicht mehr beiseite legen. Einfach wunderbar, kurzweilig, unterhaltsam. Viele Familien denken wahrscheinlich bei der Lektüre: „Das ist bei uns auch so.“ Also genau das Richtige für den, der sich für leichte Kost interessiert. Es muss ja nicht immer die große Literatur sein.


Buchbindekunst – von bunt bis klassisch
Von SZ-Redakteurin Nora Ernst

Gar nicht so leicht, einen guten Geschenktipp zu geben. Man soll ja immer schenken, was dem Anderen Freude macht, nicht was einem selbst gefällt. Deshalb habe ich schon viele Dinge verschenkt, die ich im Leben nicht haben wollte – zum Beispiel Marienkäfer- Ohrringe oder ferngesteuerte Hubschrauber. Aber eine kleine Anregung kann ja nicht schaden. Deshalb empfehle ich die Kalender und Notizbücher von Bindewerk. Die kleine Buchbinderei vom Chiemsee dürfte für jeden Geschmack etwas haben. Denn die Bücher gibt es klassisch in schwarzem Leder, in buntem Filz oder in zart gemustertem Leinen. Da macht selbst die Eintragung „9 Uhr Zahnarzt“ Spaß – okay, nicht wirklich, aber Sie wissen, was ich meine.


Mit dem Adler auf der Brust ins WM-Jahr
Von SZ-Redakteur Sebastian Klöckner

Im kommenden Jahr ist Fußball Weltmeisterschaft – und da muss man Farbe bekennen. Deshalb würde ich ein Trikot der deutschen Nationalmannschaft schenken. Diese Modesünde kann jeder an Spieltagen tragen und sieht darin – selbst mit ein paar Kilo zu viel – noch immer gut aus. Es muss ja nicht unbedingt das Neue sein. Im Internet finden sich auch sicherlich günstigere, ältere, gebrauchte oder zumindest ungetragene Shirts. Es gilt: Hauptsache den Adler auf der Brust. Für Nostalgiker gibt es im DFB-Online- Shop übrigens auch schöne Retro-Trikots. Das bedeutet, es wurden die Leibchen der 54er und 74er Weltmeister-Elf neu aufgelegt. Da freuen sich auch Vater und Opa und erinnern sich an die guten alten Zeiten.


Hier wird Jazz- Geschichte lebendig
Von SZ-Redakteur Johannes Kloth

Suchen Sie ein Geschenk für einen Jazz-Liebhaber? Der sich für die Geschichte der Musik interessiert, aber mit akademischen Abhandlungen wenig anfangen kann? In der Reihe „earBooks“ ist ein tolles Buch erschienen: „Jazz Instruments“ von Peter Bölke (Edel, 228 S., 49,95 €) – ein wuchtiger Text-Bildband, der in acht flott geschriebenen Kapiteln die wichtigsten Instrumente des Jazz, ihre größten Vertreter und wegweisende Einspielungen vorstellt. Herzstück sind die stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Fotos: Stars in verqualmten Clubs, Jazz- Metropolen bei Nacht, legendäre Plattencover. Beim Blättern hört man eine der acht mitgelieferten CDs mit historischen Aufnahmen. Ein schönes Buch, mit dem man viel Zeit verbringen kann.


Moral ist kein veralteter Wert
Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia

Warum sind so wenige mit dem zufrieden, was sie haben? Warum lassen sich so viele von der Gier verleiten? Mehr Geld, mehr Macht, Profit um jeden Preis. Ohne Moral, ohne soziales Gewissen. Nicht nur an Weihnachten einige Überlegungen wert. Der Theologe Hans Küng zeigt im Buch „Anständig wirtschaften – Warum Ökonomie Moral braucht“ (Piper Verlag, 9,99 Euro) auf, wohin Gier führt, nicht nur wegen korrupter Banker und Finanzkrisen. Küng fordert die Rückbesinnung auf Werte. Ökonomie müsse Menschen soziale Sicherheit bringen statt Kapitalinteressen einzelner zu pflegen. Küng sagt: „Ich bin kein Ökonom, sorge mich aber mit vielen Zeitgenossen um den Zustand unserer Welt.“ Schon dieser Ansatz macht das Buch so wertvoll.


Hundefrollein auf Geigenteppich
Von SZ-Redakteur Tobias Kessler

Man kann ja auch mit missionarischem Eifer schenken – um die Welt (oder zumindest ein paar Beschenkte) von Preziosen zu überzeugen, die die Welt ein bisschen schöner machen: für Kinder zum Beispiel die beiden isländischen Trickfilme um das Hundemädchen Lotte („Im Dorf der Erfinder“/„ Das Geheimnnis der Mondsteine“) – fernab aktueller Animations-Einheitsästhetik und anrührend ohne Kitsch. Erwachsenen mit Geschmack sei die Scott-Walker-DVD-Box empfohlen: fünf Alben des göttlichen Sängers aus den späten 60er Jahren: mit Herbstmelancholie, Geigenteppichen, entrückten Texten, genialen Melodien und tränentreibendem Gesang. Wem das nicht ans Herz geht, der bekommt nächstes Jahr gar nichts.


Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein