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Regierung: Sonntags bleiben die Geschäfte zu

Am Schutz des Sonntags wird nicht gerüttelt. Darüber waren sich Regierung und evangelische Kirchen bei einem Spitzengespräch einig. Auch mit Jamaika soll vertrauensvoll zusammengearbeitet werden.

Saarbrücken. Die Landesregierung wird auch in der Koalition aus CDU, FDP und Grünen keine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten an Sonntagen vornehmen. Ministerpräsident Peter Müller (CDU) sagte am Dienstag nach einem Spitzengespräch mit der evangelischen Kirche im Rheinland und der evangelischen Kirche der Pfalz, eine „vollständige Ökonomisierung aller Lebensbereiche“ müsse verhindert werden.

Ungeteilte Zustimmung gab es dafür vom amtierenden EKD-Vorsitzenden, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf) und Kirchenpräsident Christian Schad (Speyer). Der größte Teil der evangelischen Christen im Saarland gehört der rheinischen Kirche an.

Bald donnerstags bis 22 Uhr shoppen?

Die Landesregierung prüft allerdings gegenwärtig die probeweise Einführung eines „Langen Donnerstags“ mit um zwei Stunden längeren Öffnungszeiten bis 22 Uhr. Nur Geschäfte in City-Lage sollen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen dürfen. Wann die Regelung eingeführt wird, steht noch nicht fest. Die Flexibilisierung der Öffnungszeiten ist vor allem ein Anliegen der FDP.

Müller und die Kirchenvertreter sprachen vor Journalisten in der Staatskanzlei von einem „intensiven und interessanten Gespräch“, das sich nicht nur mit landespolitischen Themen beschäftigt habe. Angesichts der neuen politischen Konstellation sei man „mit Spannung“ nach Saarbrücken gefahren, bemerkte Schneider. Man sei auf vertrauensvolle Gesprächspartner getroffen, mit denen man bei allen Unterschieden im Detail gemeinsam Politik gestalten könne.

Auch Bildung Thema beim Spitzengespräch
Beide Seiten werteten die Bildungspolitik als „zentrale Herausforderung“. Der Bildungserfolg von Kindern dürfe nicht abhängig sein von ihrer sozialen Herkunft. Grundsätzlich begrüßten die Kirchenmänner die geplanten Strukturveränderungen, so den pädagogischen Ansatz des längeren gemeinsamen Lernens.

Die Kirchen erklärten sich mit Blick auf das vorgesehene Schulvorbereitungsjahr trotz manch offener Fragen bereit, an einem „überschaubaren, wissenschaftlich begleiteten Pilotprojekt“ teilzunehmen. Müller versicherte, bei allen bildungspolitischen Neuansätzen auf die „Kompatibilität“ mit den Strukturen in anderen Bundesländern zu achten.

Schneider und Schad erklärten auf Nachfrage, dass bei aller Sparnotwendigkeit die Beibehaltung des Angebots an Kindertagesstätten ein zentrales Anliegen der Kirchen sei. „Wir wollen dort präsent bleiben“, so der pfälzische Kirchenchef. Millionen-Beträge würden jährlich für diese Einrichtungen ausgegeben, ergänzte Schneider.



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