L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Regionalliga: Neue Struktur für Amateurbereich?

Frankfurt. Beim Streit um die Regionalliga-Reform will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine Zerreißprobe zwischen Profi- und Amateurclubs unbedingt vermeiden. Vor der Sitzung des DFB-Bundestages am Freitag in Essen läuft alles auf den von Ligaverbandspräsident Reinhard Rauball vorgeschlagenen „Fünf-Punkte-Solidarpakt Regionalliga“ mit fünf Staffeln von 2012/2013 an hinaus. „Das halte ich persönlich für eine Verbesserung und das ist auch von Rainer Koch und anderen Amateurvertretern so anerkannt worden“, sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger. DFB-Vizepräsident Koch hat als Landeschef von Bayern beantragt, die bisher drei Staffeln auf acht zu erhöhen. Er verspricht sich geringere Kosten für Vereine, die in der 4. Liga meist um die Existenz kämpfen und sich dabei noch mit den finanziell besser gestellten zweiten Mannschaften der Proficlubs messen müssen.



„Aus der Sicht der Amateure ist das ein sehr vernünftiges Modell, weil es die oberen Amateurklassen wieder sichtbarer macht und die Konkurrenz zu den zweiten Mannschaften aus der Bundesliga reduziert“, sagte Zwanziger. „Die Profivereine haben jedoch andere Vorstellungen, weil sie mit mehr 2. Mannschaften spielen möchten.“

Kritik an der Vorgehensweise von DFB und Ligaverband

Aus Amateurkreisen kam gestern erste heftig Kritik an der Vorgehensweise von DFB und Ligaverband. „Die haben einen Kompromiss ausgeklügelt, damit sich niemand wehtut. Mit Demokratie hat das wenig zu tun. Und es zeigt doch nur, welch geringen Stellenwert der so gepriesene und angeblich doch so bedeutende Amateurfußball eigentlich hat“, beklagte sich Werner Georg, Präsident des Landesverbandes Sachsen-Anhalt.

"Es gibt Fernsehgelder nur dort, wo das Fernsehen auch einschaltet."

Zwanziger sieht auch die Tücken des Fünf-Staffel-Modells. „Es ist für den Süden tragbar, und auch für den Norden und Nordosten. Aber es würde die schwierige Situation im Westen, wo wir zehn zweite Mannschaften in der 18er Staffel haben, kaum verbessern.“ Wenn es gelänge, dieses Problem zu lösen, könnte es zu einer Verabschiedung auf dem Bundestag kommen. Vieles spricht jedoch dafür, dass eine Kommission sich noch damit beschäftigt und es erst Grünes Licht bei einem außerordentlichen Bundestag im April oder Mai gibt. In einer dreigleisigen Regionalliga, so prophezeite Koch, würden die Nachwuchsteams der Erst- und Zweitligisten bald unter sich sein. Zumal von 2012/13 an keine Fernsehgelder mehr ausgeschüttet werden. „Klar ist: Es gibt Fernsehgelder nur dort, wo das Fernsehen auch einschaltet. In Deutschland wird erwartet, dass sogar in der vierten Liga Fernsehgelder bezahlt werden, weil die Nationalmannschaft und die Bundesliga so stark sind“, bestätigte Zwanziger. „Aber wir sind heilfroh, dass wir zumindest in der 3. Liga gutes Fernsehgeld zahlen.“

Der Landesverband Westfalen würde die zweite Mannschaften am liebsten in eine extra Staffel verbannen. Doch die DFL will die 25 Nachwuchsteams unter den 54 Regionalliga-Mannschaften nicht ausgrenzen, weil die großen Clubs seit 2003 über eine halbe Milliarde Euro in ihre Talentzentren investiert haben.

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