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Regionalverband: Fast 200 neue Ein-Euro-Jobs für Bürgerarbeiter

Mit dem Auslaufen des Modellprojekts Bürgerarbeit im Jahr 2014 verlieren im Regionalverband Saarbrücken die Bürgerarbeiter ihren Arbeitsplatz. Im Regionalverband Saarbrücken werden davon mehr als 840 Menschen betroffen sein - die meisten erst Ende des Jahres aber ein Teil davon schon in den nächsten Wochen und Monaten. Ein konkretes Nachfolgeprojekt gibt es nicht.

Das Jobcenter im Regionalverband Saarbrücken hat sich nach den Worten von Regionalverbandsdirektor Peter Gillo daher entschlossen, in Absprache mit dem saarländischen Wirtschaftsministerium eine Überbrückungslösung für einige Bürgerarbeitsplätze anzubieten. Es werden 190 Arbeitsgelegenheiten-(AGH) Plätze, sogenannte 1-Euro-Jobs, für eine Dauer von mindestens sechs Monaten angeboten. Damit könnte ein Großteil der Bürgerarbeitsplätze, die in den nächsten Wochen und Monaten sonst ersatzlos wegfallen, bis zum Jahresende überbrückt werden.
Betroffen sind nach Angaben von Regionalverbandssprecher Stephan Kiefer unter anderem Projekte der Arbeiterwohlfahrt (AWO), des Zentrums für Bildung und Beruf Saar (ZBB), des Diakonischen Werks und der Erwerbslosenselbsthilfe (ESH) Püttlingen. Die Träger wurden bereits informiert, jetzt müssen sie entsprechende Anträge stellen.

Eine langfristige Lösung sind die Ein-Euro-Jobs aber nicht, schränkt Regionalverbandsdirektor Peter Gillo ein: „Die von uns jetzt beschlossenen 190 Plätze können natürlich kein vollwertiger Ersatz für die Bürgerarbeit sein, sondern stellen nur eine kurzfristige Auffanglösung für eine begrenzte Zahl von Menschen dar.“ Durch die angebotene Zwischenlösung könnten aber viele Bürgerarbeitsprojekte fortgeführt werden, die ansonsten abgewickelt und geschlossen werden müssten. Denn von dem Auslaufen der Bürgerarbeit seien nicht nur die Bürgerarbeiter selbst, sondern auch die gesellschaftlichen Bereiche betroffen, in denen die Bürgerarbeiter tätig sind. Auch der Geschäftsführer des Jobcenters im Regionalverband Saarbrücken, Thomas Gramm, betonte: „Natürlich kann unser Angebot nur eine Zwischenlösung sein. Da 140 der angebotenen Plätze sogenannte AGH-Plus-Plätze mit einem hohen Qualifikationsanteil (20 Stunden Arbeit und 10 Stunden Schulung) sind, wollen wir auch hier die Menschen weiterhin fit für den ersten Arbeitsmarkt machen.“

Peter Gillo abschließend: „Die Erfahrungen mit der Bürgerarbeit zeigen, dass wir unbedingt einen öffentlich geförderten Arbeitsmarkt brauchen. Wir brauchen ihn für die Menschen, die es mittelfristig nicht in den ersten Arbeitsmarkt schaffen und leicht in eine Abwärtsspirale geraten. Wir brauchen ihn aber auch für unsere Gesellschaft, da wir sonst solche Einrichtungen wie Möbelbörsen, Sozialkaufhäuser, Seniorenbetreuer, Mittagstische oder Busbegleiter verlieren.“ Dafür müsse der Bund eine Lösung finden. red/dög
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