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Rehlingen-Siersburg will Tropfsteinhöhle kaufen

Eine geologische Seltenheit in unserer Region: die Tropfsteinhöhle in Niedaltdorf.

Eine geologische Seltenheit in unserer Region: die Tropfsteinhöhle in Niedaltdorf.



Rehlingen-Siersburg. In das Eigentum der Gemeinde möchte Rehlingen-Siersburgs Bürgermeister Martin Silvanus die Naturtropfsteinhöhle in Niedaltdorf überführen. Dem zuständigen Ausschuss des Gemeinderates der Niedtalgemeinde liegen dazu bereits Ausarbeitungen seiner Verwaltung vor, informiert der Bürgermeister. Die derzeitigen Eigentümer, eine Erbengemeinschaft von sechs Geschwistern, seien nicht nur zum Verkauf bereit, sie begrüßten ausdrücklich den Übergang des Eigentums an diesem Naturdenkmal zur öffentlichen Hand, gibt Gilles Biehl, der Sprecher dieser Eigentümergemeinschaft, zu verstehen. Gemeinsam mit dem Bürgermeister befinde man sich noch in der Kaufpreisfindung und in der konkreten Ausgestaltung der notwendigen Vereinbarung, die bei einem entsprechenden Votum des Gemeinderates abzuschließen ist.

Kontinuität

Soweit die Gemeinde Eigentümerin der Höhle sein würde, gewährleiste dies die Kontinuität in der Betriebsführung, der angemessenen öffentlichen Präsentation und in der Bewahrung dieses Kulturgutes im öffentlichen Interesse, erklärt dazu auch Niedaltdorfs Ortsvorsteher Stephan Schaaf. Nur wenn sich diese geologische Rarität im öffentlichen Eigentum befinde, würden auch Zuschüsse zur dringend notwendigen Modernisierung des Empfangsraumes, zur Installierung technisch-musealer Präsentationsformen und zur Erneuerung der Beleuchtung in der Höhle zu erzielen sein, sagt Silvanus.

Innenministerin Monika Bachmann habe einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent auf die Anschaffungskosten zugesagt und im Haushalt des Landkreises seien Mittel bereitgestellt in einer Größenordnung von etwa 20 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten des Erwerbs des Naturdenkmals. Dass sich Land und Landkreis engagieren, entspreche der Bedeutung der Niedaltdorfer Naturtropfsteinhöhle, deren Entstehung ein geologisch einzigartiger Vorgang in der Bildung von Kalktuff-Höhlen sei.

Silvanus ist für Verpachtung

Erworben werden sollen laut Silvanus die Höhle und der dazugehörigen Vorraum, nicht aber das darüber stehende Gebäude. Der zukünftige Betrieb der Tropfsteinhöhle unter Federführung der Gemeinde sollte nach Auffassung des Verwaltungschefs im Wege einer Verpachtung erfolgen. Die Zahlen aus der jüngeren Vergangenheit belegen, dass die erzielbaren Pachteinnahmen zumindest die Kosten des Betriebs der Höhle decken können. red
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