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Rekord: 18.700 Studenten an der Saar-Uni

Saarbrücken. „Wir wollen keine Massenuni werden. Deshalb müssen wir auf die Bremse treten“, erklärte Uni-Präsident Volker Linneweber gestern zum Start des neuen Semesters. Rund 18.700 Studenten werden an den Standorten Saarbrücken und Homburg in diesem Winter studieren. So viele waren es zuletzt vor 15 Jahren. Obwohl in den meisten Bundesländern die doppelten Abiturjahrgänge schon längst durch seien, führe die steigende Studierneigung weiter zu mehr Anmeldungen an der Saar-Uni: „Wenn es so weitergeht, bin ich dazu geneigt 2014 zu sagen ‚das Boot ist voll.’“

Gerade in Zeiten knapper Kassen sei es schwierig, bei steigenden Studentenzahlen die Qualität zu sichern. Deshalb hofft Linneweber auf Zuschüsse für seine Hochschule seitens des Bundes. Vorstellbar sei, dass die Kosten für internationale Studenten vom Bund übernommen würden (zirka 20 Millionen Euro) oder auch die Exzellenzinitiative so finanziert werde. Allein für den Bereich der Informatik wäre das ein Plus von zehn Millionen Euro: „Da müssen wir allerdings aufpassen, dass sich das Land dann nicht zurückzieht und es zu einem Nullsummen-Spiel kommt“, beschreibt der Präsident seine Befürchtungen.

Sicherung der Qualität wünschen sich sicher auch die 4110 Studenten, die sich bisher zum Wintersemester an der Saar-Uni eingeschrieben haben. In einigen Fächern laufen noch bis Ende November Nachrückverfahren. Wie in den vergangenen Jahren lockten vor allem die Rechtswissenschaften (362), Medizin (derzeit 271) und BWL (240) junge Menschen an die Uni. Ebenfalls gut angenommen wurde das neue Grundschullehramtsstudium: Auf die 60 Plätze hatten sich knapp 900 Abiturienten beworben. Dass dieses eine hohe Qualität aufweisen wird, ist sich Linneweber sicher: „Wenn wir es schon machen müssen – wir wurden ja von der Politik genötigt – dann machen wir es anständig.“
Doch nicht nur bei den Erstsemestern und den Gesamtzahlen ist die Tendenz steigend, auch die Anmeldungen für Masterstudiengänge nehmen zu. Während im vergangenen Jahr 775 Akademiker einen Master in Saarbrücken begonnen haben, haben sich bis jetzt 906 eingeschrieben, unter anderem in die beiden neuen Master Materialchemie und Interkulturelle Kommunikation.

Auch die Zahl der internationalen Studenten steigt weiter. Bis zum Stichtag 30. November werden etwa 3000 Studenten anderer Länder erwartet. Mit einem Ausländeranteil von 16 Prozent liege die Saar-Uni somit deutlich über dem Bundesschnitt, und nirgends machten so viele von ihnen einen Abschluss wie an der Saar, betont Linneweber.
Doch nicht überall gibt es neue Höchstzahlen zu vermelden. So hat sich bisher beispielsweise bisher kein einziger Student für Evangelische oder Katholische Theologie im Hauptfach eingeschrieben. In der Informatik habe es die Uni, trotz des exzellenten Rufs, mit einer „umgekehrten Pyramide“ zu tun. Während für die weiterführenden Studiengänge und die Graduiertenschule Akademiker aus aller Welt nach Saarbrücken kämen, hielten sich die Anmeldungen im Bachelor-Studiengang in Grenzen.
 
Preis für hervorragende Studenten Kühborth-Stiftung prämiert Absolventen für besondere Studienleistungen

Saarbrücken.
Bei der gestrigen Semestereröffnungsfeier sind drei Absolventen der Saar-Uni mit dem 1000 Euro dotierten Kühborth-Förderpreis ausgezeichnet worden. Die Kühborth-Stiftung, 1994 vom Ehrensenator der Hochschule Dr. Wolfgang Kühborth und seiner Frau Helga gegründet, zeichnet seit 1999 jedes Jahr Jung-Akademiker aus, die ihren Studiengang mit hervorragenden Leistungen in kurzer Studiendauer absolviert haben.
Preisträgerin Yvonne Müller aus Saarlouis hat ein BWL-Diplom an der saarländischen Berufsakademie gemacht, ihren BWL-Bachelor der Saar-Uni mit Auszeichnung absolviert und nun ihr Studium der Wirtschaftspädagogik als Jahrgangsbeste abgeschlossen – in nur elf Semestern.
In sechs Semestern hat Pascal Bruno Neibecker sein internationales Bachelor-Studium Materialwissenschaft und Maschinenbau absolviert. Studiert hat er in Saarbrücken, Lulea (Schweden) und Oregon (USA).
Eva May hat, nachdem sie bereits ihren Bachelor in Informatik mit der Note 1,1 bestanden hat, ihren Master nach insgesamt zehn Studiensemestern mit Auszeichnung (1,0) absolviert. Am Lehrstuhl für Softwaretechnik der Saar-Uni schreibt sie nun ihre Doktorarbeit. wph
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