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Rentnerin um 80 Euro betrogen: Paketbote in Saarbrücken verurteilt

Ein ehemaliger Paketbote ist vom Landgericht in Saarbrücken zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. Das Landgericht bestätigte damit ein Urteil des Amtsgerichts vom Januar dieses Jahres. Eine ältere Dame – um die 80 Jahre alt – war von dem jungen Mann betrogen worden. Als Mitarbeiter eines Paketdienstes lieferte er ein Paket ab und verlangte dafür knapp 80 Euro – zu Unrecht, denn die bestellte Ware war schon längst bezahlt. Die Verlobte des Enkels der Rentnerin hatte die Bestellung aufgegeben, war aber bei der Lieferung nicht zu Hause.

Der bereits einschlägig vorbestrafte Heranwachsende bestritt die Tat vor dem Amtsgericht und in der Berufungsverhandlung. In seinem „letzten Wort“ als Angeklagter sprach er sogar von einer „Unverschämtheit“, dass ihm die Tat angesichts seiner Vorstrafe zur Last gelegt werde. Er sei das nicht gewesen, das müsse ein anderer getan haben. Doch man glaubte ihm nicht. Die spätere Untersuchung des Paketes auf Fingerabdrücke brachte zwar kein Ergebnis, aber die Frau hatte den Vorgang anschaulich und überzeugend beschrieben. Der junge Paketbote habe sie unter Zeitdruck gesetzt und gedrängt.

Das Gericht kam wie die Vorinstanz zu der Überzeugung, dass nur er es gewesen sein könne. Er brachte genau das Paket, das bestellt war, und er arbeitete für den beauftragten Paketdienst. Seinen Job als Paketbote hat der junge Mann mittlerweile verloren. Er hat eine neue Arbeitsstelle als Beikoch in einem Restaurant. Zudem ist er in der Zwischenzeit Vater geworden.

Zweite Chance wegen Kind

Damit stellte sich für das Landgericht die Frage, ob ihm erneut eine Strafaussetzung zur Bewährung zugebilligt wird. Das Gericht hat die Entscheidung hierüber zunächst ein halbes Jahr zurückgestellt. Der junge Vater müsse jetzt beweisen, dass er wieder in eine geordnete Bahn kommt, hieß es. Das Gericht ermahnte ihn, keine Spielhallen mehr zu besuchen sowie regelmäßig Unterhalt für sein Kind zu zahlen und auf keinen Fall seine Stelle als Koch aufzugeben. Ein Bewährungshelfer werde die Auflagen überwachen, verkündete das Gericht.
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