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Rentrisch: Rosenmontag wie im Märchenbuch

Rentrisch. Das Wetter meinte es gut am Rosenmontag (07.03.2011) und so sammelte sich das närrische Volk schon gut eine Stunde vor Beginn des Zuges in Rentrischs „Prachtmeile“ – der Unteren Kaiserstraße. Selbst aus St. Ingbert nahmen Ägypter, Prinzessinnen und Piraten den Weg entlang der „Great Wall“ des Drahtwerkes auf sich, um rechtzeitig mit dem Kanonenschlag um 14.11 Uhr für Fastnachtsumzug durch St. Ingberts kleinsten Stadtteil bereit zu sein. Mit Musik geht alles leichter, sagt man. Auch deshalb waren die „Mexikaner“ des Musikvereins Rentrisch die Ersten im Zug.

Gefolgt von den „Pädschesdrätern“, die keineswegs Leisetreter waren, denn „auch als Fliegenpilze sind wir fit, laufen mit dem Umzug mit“. Dass die Feuerwehr in Rentrisch aktiv ist, muss man nicht mehr hervorheben. Erst am Sonntagabend war sie in der Unteren Kaiserstraße im Einsatz. Da kam allerdings anderes Gerät zum Einsatz als das am Rosenmontag auf dem Wagen präsentierte XXL-Strahlrohr, aus dem sich Konfetti-Regen auf die Straße „ergoss“. Ein paar Mönche und ein Blümchen „pilgerten“ scheinbar in Eigenregie und nicht unter offizieller Flagge am Dreieck entlang und ließen die „Moschee“ links liegen. Und dann kam eine bunte Truppe, bei der man gar nicht wusste, wo man zuerst hinschauen sollte.



Die Frauen (nebst Männern) der Katholischen Frauengemeinschaft Rentrisch gaben sich an so einem sagenhaften Tag „märchenhaft“ und verkörperten Frau Holle, inklusive Gold- und Pechmarie (die vom Frosch geküsst wurden), Max und Moritz mit Lehrer Lämpels Bett im Schlepptau einschließlich der (papiernen) Maikäfer. Witwe Boltes geklaute (Gummi-) Hühner fehlten ebensowenig wie Schneewittchen, das es gleich dreimal gab, und die sieben Zwerge, die aber nur zu zweit waren, und der gestiefelte Kater.

Mitten im Ort traf dann Märchen- auf Morgenland, denn Emad Omar aus Rentrisch fotografierte in traditioneller arabischer Kleidung das närrische Rosenmontagstreiben. Hintendran ging es bei der DNZ „außerirdisch gut weiter“ mit silbrigen Kostümen wie vom andern Stern. Die „Arielles“ vom Männerballett Dancing Queen aus Rentrisch ließen „fremdfahren“ und machten so mit ihrer Zugmaschine gleich noch Werbung für die Aufnahme in den Obst- und Gartenbauverein Rohrbach. Die „Spieser Feierhexen“ mit ihren bunten Kostümen und jeder Menge Spinnengetier an Bord schreckten keinen ab.

Auch die drei gutgebauten Braun(-rosa)bären verbreiteten ausgelassene Stimmung, was wohl auch daran lag, dass die Bärendamen „aus Versehen“, wie sie rüberriefen, „mehrmals einen Platz gemacht hatten“. Was wohl heißen soll – „wir haben ungewollt mehrere Kostümwettbewerbe gewonnen“. Nach soviel Prominenz hatten die Rentrischer Schmetterlings- „Girls“ ihren ersten Outdoor- Auftritt und die Holzhauer erinnerten auf ihrem Wagen mit einer Riesentorte plus zugehörigen Kerzen an das 33. Jahr ihres Bestehens.
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