Saarland, Saarbrücken, B 41, Metzer Straße, in Höhe Dr. Vogeler Straße, Vollsperrung nach Verkehrsunfall (21:02)

B41

Priorität: Normal

13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Retrospektive zum Werk Dalis in Saarbrücken

Saarbrücken. Werke von Salvador Dali zum 20. Todestag des Surrealisten mit dem Faible fürs Exzentrische zu zeigen, das passt für den Galeristen Gernot Neuheisel. Bereits im Jahr 2000 hat er Dali ausgestellt. Damals wie heute arbeitet er mit dem Dali-Museum im katalanischen Figueras zusammen. Die Verbindung kam über einen befreundeten Kunsthistoriker zustande, erzählt Gernot Neuheisel. Durch den guten Kontakt zum Museum und dessen Leitung „erfahre ich immer, wenn etwas Neues zum Ausleihen dort ist“, fügt er hinzu. Der 20. Todestag hat jedoch nicht nur bei ihm Interesse geweckt: „Obwohl vieles ausgeliehen ist, reichte es für 140 Exponate.“

Allein 100 Blätter machen dabei die Illustrationen des 1904 im katalonischen Figueras geborenen Malers zu Dantes „Göttlicher Komödie“ aus. Gernot Neuheisel weiß dabei um die Problematik der Grafiken Dalis. In den achtziger Jahren tauchten Lithographien des Surrealisten auf, deren Herkunft nicht eindeutig nachzuweisen war. Dem hat der Galerist vorgebeugt, indem er sich vom Dali-Museum die Authentizität aller gezeigten Blätter schriftlich bestätigen ließ: „Darauf lege ich Wert“, sagt er. Fünf Lithographien sind in der Ausstellung, alles andere sind Radierungen. Auch hier hat Neuheisel darauf geachtet, dass „es kleine Auflagen und die Blätter handsigniert sind.“ Wie so oft bei seinen Ausstellungen bekannter Künstler finden sich Arbeiten, die unbekannte Facetten ihres Schaffens zeigen.

Neuheisel: „Ich wollte nicht nur Motive zeigen, bei denen man sagt, das ist typisch Dali.“ Gewiss ist vieles vertraut, wie die aus Kopf und Körper ragenden Schubladen oder die auf Stelzen gestützten Figuren. Aber die Retrospektive gibt den Blick auf die Entwicklung manchen Motivs frei. „Die Gesänge des Malodor“, zwei Radierungen aus dem Jahr 1934, zeigen noch realistisch auf Krücken gestützte Invaliden. Die Figur mit der verzogenen Proportion oder die hölzerne Stütze durchziehen das Werk und lassen sich mit Entdeckerfreude durch die Ausstellung verfolgen. Bis 19. September. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 13 Uhr und 14.30 bis 18.30 Uhr. Samstag 9 bis 14 Uhr. Sabine Graf
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein