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Richterin schickt Schwenk- Fan in die Psychiatrie

St. Wendel. Trotz frostiger Temperaturen - oder gerade deswegen - hat sich am Donnerstagvormittag (14.10.2010) ein junger Mann (23) dazu entschlossen, ein Grillfeuer unter freiem Himmel und dazu noch in luftiger Höhe anzuwerfen. Diese Aktion rief allerdings die Feuerwehr mit Großaufgebot auf den Plan, die dem Vorhaben rasch ein Ende bereitete. Denn laut Polizei feuerte der 23-Jährige nicht nur den Grill an. Zusätzlich warf er auch noch hölzerne Terrassenmöbel auf die Flammen, um das Feuer richtig anzufachen, wie ein Feuerwehrsprecher ergänzte.

Nachbarn, die das Schauspiel mitbekommen und erfolglos versucht hatten, den St..Wendeler von seinem gefährlichen Vorhaben abzubringen, alarmierten daraufhin gegen zehn Uhr die Rettungskräfte. Die Feuerwehr aus der Kreisstadt rückte gleich mit drei Fahrzeugen und 20.Helfern aus, um den Brand auf der Dachterrasse eines Hauses im Stadtzentrum zu löschen. Dabei mussten sie besonders schnell einschreiten, weil die Flammen drohten, ein hölzernes Dach anzustecken. Binnen kurzer Zeit hatten die Einsatzkräfte das Feuer aber unter Kontrolle, so dass der Brand nicht auf das benachbarte Gebäude übergreifen konnte. Damit hielt sich der Schaden in Grenzen, Menschen mussten das Haus nicht verlassen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter noch an Ort und Stelle fest.

Untersuchung in der Klinik


Den Ermittlern gestand der Mann unumwunden, dass er tatsächlich vorhatte, ausgerechnet in dieser Jahreszeit zu grillen. Den Beamten war es nach dieser Aussage um dessen Zurechnungsfähigkeit nicht geheuer. Darum schalteten sie eine Richterin ein. Die befand, dass der 23-Jährige zumindest vorübergehend auf die psychiatrische Abteilung des St..Wendeler Marienkrankenhauses eingewiesen wird. Dort soll der Feuerteufel auf seinen Geisteszustand untersucht werden. Je nach Ergebnis wird entschieden, ob er sich vor Gericht verantworten muss.
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