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Riesen-Feierei am 3. Oktober in Saarbrücken

Im Saarland feiert am 2. und 3. Oktober nicht allein die deutsche Einheit. Auch der europäische Einigungsprozess wird gewürdigt. Rund 1,5 Millionen Euro soll das zweitägige Fest kosten.

Von SZ-Redakteur Oliver Schwambach

Saarbrücken. Dem Saarland steht mit den Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit eines der größten Feste der Landesgeschichte bevor. Rund 500.000 Besucher erwartet man laut Staatskanzlei am 2. und 3. Oktober in Saarbrücken. Nach 1993 richtet das Saarland zum zweiten Mal die Feierlichkeiten aus. Bei den Planungen orientiert sich die Staatskanzlei am Landesfest, das vor zwei Jahren rund 600.000 Gäste anlockte.
Neben dem Festakt, zu dem neben Bundespräsident Horst Köhler und Kanzlerin Angela Merkel auch der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy erwartet wird, präsentieren sich in Saarbrücken alle deutschen Bundesländer sowie die Bundes-Institutionen. „Zudem wollten wir unseren Nachbarn aus Lothringen und Luxemburg Gelegenheit geben, sich vorzustellen“, sagt Ludwin Vogel, Leiter der Saarland Öffentlichkeitsarbeit, die die Planung koordiniert. Rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt die Staatskanzlei für das Spektakel. Wobei das Land selbst 900 000 Euro aufwendet. Weitere 600 000 Euro steuern Sponsoren bei.

Das eigentliche Bürgerfest wird links und rechts der Saar gefeiert. Über Bahnhofstraße, Staatstheater-Vorplatz und Schlossplatz erstreckt sich die Open-air-Festzone. Am Freitag, 2. Oktober, startet das Programm gegen zwölf Uhr. Die offiziellen Feierlichkeiten werden am Samstag um zehn Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Ludwigskirche eingeläutet. Danach schließt sich der Festakt in der Congresshalle an.

Zu den Höhepunkten des Bürgerfestes zählt das Musik- und Showprogramm. Auf der SR-Bühne am Staatstheater gastiert am Freitagabend die Rockband Reamonn. Am 3. Oktober tritt dort Nicole auf. Eine Europa-Revue und ein großes Feuerwerk beenden die Feierlichkeiten. Um der erwarteten Besuchermassen Herr zu werden, fahren Busse von Parkplätzen an der Saarmesse, der Universität und vom Industriegebiet Süd in die City. Zudem werden zusätzliche Regionalzüge eingesetzt.






Die Großregion feiert mit


Beim Tag der Deutschen Einheit sind auch Luxemburg und Lothringen zu Gast


Wenn das Saarland den „Tag der Deutschen Einheit“ ausrichtet, feiert auch die Region mit. Die Nachbarn aus Luxemburg und Lothringen sind beim großen Fest am 2. und 3. Oktober in Saarbrücken mit dabei.


Von SZ-Redakteur Oliver Schwambach

Saarbrücken. Die Messlatte liegt hoch, das große Landes-Jubiläumsfest nämlich, der 50. Geburtstag des Saarlandes vor zwei Jahren. 600.000 Besucher kamen damals. An drei Tagen. Diesmal will man 500.000 schaffen, hofft Ludwin Vogel, Chefplaner des Tags der Deutschen Einheit in Saarbrücken – allerdings in zwei Tagen. Denn das Bürgerfest des Nationalfeiertags geht hier am 2. und 3. Oktober über die Bühne; am Freitag ist von zwölf bis 24 Uhr Programm, am Samstag von zehn bis 24 Uhr.
Ein gutes Jahr laufen mittlerweile die Planungen für das Bürgerfest in der Staatskanzlei, wo die federführende „Saarland Öffentlichkeitsarbeit“ ihren Sitz hat. Zehn Arbeitsgruppen von Polizei bis Landesbetrieb für Straßenbau haben hier alle denkbaren Probleme des Großereignisses gewälzt. Drei Agenturen, K.I.T aus Berlin sowie Friends Event und AC Press aus dem Saarland, werden wesentliche Teile des Programm abwickeln. Das Bürgerfest ist das Pendant zum Defilee der großen Politik, dem Festakt in der Congresshalle und dem Festgottesdienst in der Ludwigskirche.

Im wesentlichen gliedert sich der Open-Air-Festbereich links und rechts der Saar in drei Zonen. Die Bundesländer präsentieren sich auf dem Schlossplatz und entlang der Franz-Josef Röderstraße. Bundesregierung, Bundesrat und Bundestag schlagen ihre Riesenzelte (20 auf 80 Meter) auf den Saarwiesen unterhalb des Staatstheaters auf. Von der Reichstraße über die Bahnhofstraße bis zum St. Johanner Markt präsentieren sich dann das Saarland und die Großregion samt ihrer Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturinstitutionen. Auch die Stadt Saarbrücken stellt sich und das Städtenetzwerk Quattropole hier vor. „Wichtig war uns, die Großregion einzubinden“, erklärt Vogel. „Infotainment“ lautet dabei das Generalmotto: Die Besucher sollen informiert und unterhalten sein. Drei Bühnen, zwei davon bespielt der Saarländische Rundfunk, bieten wohl für jeden was. Reamonn und Nicole, die Spider Murphy Gang und Ingrid Peters deuten das Spektrum an. Auch bei diesem Fest gilt das Saar-Credo „Haupdsach gudd gess“: Sterneköche wie Christian Bau tischen im Kochzelt am Staatstheater Köstlichkeiten auf. Außerdem wird am 3. Oktober zwischen Alter und Wilhelm-Heinrich-Brücke kräftig gepaddelt beim Drachenbootrennen der Bundesländer.

Ein „Stein des Anstoßes“ gab’s allerdings auch schon. Bildhauer Paul Schneiders „Morgen- und Abendstein“ unterhalb des Staatstheaters ragt just dort auf, wo das Großzelt der Bundesregierung hin soll. Nun muss der Stein weichen. „Er wird für eine Woche samt Fundament eingelagert“, sagt Vogel. Um danach wieder an unversehrt zurückzukehren.

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