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Riesen-Stimmung beim 5. City-Biathlon

 Püttlingen. Wenn die fünfte Auflage des Odlo-City-Biathlons in der Püttlinger Innenstadt eines gezeigt hat, dann folgendes: Die Fans sind bei jedem Wetter mit dabei. Trotz Regenschauern und Wind  waren gestern Nachmittag knapp 20 000 Besucher im Stadion und an der Strecke. Unwetterwarnungen hatten dem Veranstalter fast eine schlaflose Nacht beschert. Denn bei einem Gewitter hätte das Rennen aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden können oder verschoben werden müssen. Doch der Wettergott hatte ein Einsehen und beließ es bei gelegentlichem Sprühregen.

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Die Fans wollten Kati Wilhelm zum dritten Mal nach 2005 und 2008 siegen sehen, doch daraus wurde nichts. Läuferisch in ganz guter Form, zeigte sie am Schießstand – insbesondere im stehenden Anschlag – noch einige Schwächen. Mit insgesamt neun Fehlschüssen und über einer Minute Rückstand reichte es für die dreimalige Olympiasiegerin nur zu Rang sechs.
 
  Gefeiert wurde sie trotzdem – schließlich für ihren 33. Geburtstag, was ihr ein Ständchen des gesamten Stadions und eine große Torte bescherte. „So etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich weiß schon, warum ich wieder nach Püttlingen gekommen bin“, meinte das Geburtstagskind freudestrahlend. Dass sie erst um kurz vor 4 Uhr in der Nacht vom Sommerbiathlon in Sandnes (Norwegen) im Saarland eintraf, wollte sie nicht als Entschuldigung gelten lassen: „Ich habe beim Schießen noch nicht den richtigen Rhythmus, aber es war gut, Wettkämpfe zu haben. So weiß man, woran es in den kommenden Wochen und Monaten zu arbeiten gilt.“

Den Sieg sicherte sich die Norwegerin Tora Berger vor Kaisa Mäkäräinen (Finnland) und Juliane Döll (Seligenthal), Staffel-Weltmeisterin bei den Juniorinnen. Pech hatte Kathrin Hitzer, die im Finale stürzte und das Rennen mit Verletzungen an Knie, Hand und Nase nicht beenden konnte. „Ich war schon als Kind ein kleiner Bruchpilot“, sagte die zweifache Weltcup-Siegerin. „Ich bin nur froh, dass der Sturz relativ glimpflich verlaufen ist.“
 
  Dafür hielten sich bei den Männern die deutschen Starter schadlos. Arnd Peiffer, der neue Hoffnungsträger im deutschen Team, siegte mit einer beeindruckenden Gesamtleistung – obwohl der 21-Jährige zugab, die letzten Schüsse „irgendwie reingezittert“ zu haben. Mit einem famosen Schluss-Spurt sicherte sich der dreifache Olympiasieger Michael Greis noch Rang zwei vor dem Franzosen Simon Fourcade. „Mit dem Laufen kann ich zufrieden sein, beim Schießen habe ich noch viel Unruhe gespürt. Aber das ist ganz normal“, sagte Greis. „Klar ist aber, dass ich im nächsten Jahr wieder nach Püttlingen komme.“ Genau wie Kati Wilhelm, der es im Saarland wieder einmal so gut gefallen hat, dass sie mit Freund und Familie nach dem Rennen ihren Geburtstag in Püttlingen feierte. Sascha Sprenger  
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