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Riesenschreck am Netzbachweiher: Grapscher entkommt

Symbolfoto.

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Eine 57-jährige Frau hat gestern der SZ berichtet, was ihr am Samstagmittag am Netzbachweiher widerfahren ist. Zum Spaziergang war sie im Naherholungsgebiet zwischen Fischbach und Rußhütte mit einer Freundin unterwegs, als ihnen an einer Holzbrücke ein Mann entgegen kam.

Der habe, allerdings ohne sich zu entblößen, zweifellos eine ,,Hand im Schritt“ gehabt. Der Unbekannte näherte sich rasch und begrapschte die Frau ganz unvermittelt an Busen und Bauch. Im Gespräch mit der SZ erzählte sie, dass sie ihn – vollkommen verblüfft und auch schockiert – weggestoßen habe mit den Wortern ,,Hey, was soll das?!“. Der Mann habe kein einziges Wort gesprochen, sie statt dessen nur angestarrt, sei zurückgewichen und habe dann – äußerlich völlig ungerührt – seinen Weg fortgesetzt. Ruhig und besonnen, so das Opfer, seien sie und ihre Freundin weiterspaziert, in der Hoffnung, dass der Gangster nicht zurückkehrt und erneut übergriffig wird. Oder Schlimmeres passiert.

Ein paar Mal habe sich ihre Freundin noch umgedreht und dem Mann nachgeschaut, auch er selbst habe sich immer mal wieder umgesehen. Dann sei ihnen ein anderer, allerdings friedfertiger Mann entgegen gekommen, und man habe rasch die Polizei alarmiert. Zudem habe man alle vorbeikommenden Frauen gewarnt. Drei Beamte seien schließlich vor Ort eingetroffen und hätten die Verfolgung des Unbekannten aufgenommen. Doch ohne Erfolg, wie die SZ am Montag bei den Beamten der Inspektion St. Johann (Karcherstraße) erfuhr. Es würden auch keine weiteren Anzeigen vorliegen, hieß es dort auf Anfrage.

Der Täter ist also noch nicht ermittelt. Allerdings konnten die beiden Frauen ihn recht gut beschreiben: etwa 30 bis 35 Jahre alt, 1,80 m groß, von schlanker Statur, hellhäutig, blondes Haar, schulterlang und glatt, insgesamt eine ungepflegte Erscheinung. Zum Zeitpunkt der Tat trug er eine cremeweiße Basecap, eine graue Jacke und helle, verwaschene Jeans.

Der ,,eigenartige Blick“ des bisher unbekannten Grapschers wird das Opfer wohl noch einige Zeit verfolgen. ,,Allein am Weiher wäre ich wohl in Ohnmacht gefallen“, sagt die Frau. Im Übrigen besorge sie sich jetzt Pfefferspray und werde auch so schnell nicht mehr an den Ort des Geschehens zwecks eines Spazierganges zurückkehren.

Hinweise erbittet die Polizei unter Tel. (0 68 97) 933-0 oder Tel. (0681) 93 21-0.

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