L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

L125

Priorität: Dringend

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Riesiger Andrang bei der langen Einkaufsnacht in Saarbrücken

Party hilft. Da kennt sich Dominic Wirtz aus. Er verkauft Schuhe und Kleidung. Und er weiß: Eine Party bewegt – zum Beispiel Menschen weg von den üblichen Wegen. Es ist Samstagabend, kurz nach acht, und der Weg, den die meisten Menschen gerade gehen, ist der zwischen Europa-Galerie und St. Johanner Markt. Es sind viele Menschen, die die lange Einkaufsnacht nutzen wollen, in die Stadt gekommen.

Um kurz nach acht stauen sich die Autos an den Ampeln stadteinwärts. Der Beethovenplatz ist bereits vollgeparkt. Auch im Laden von Dominic Wirtz, dem „City Nova“ an der Ecke Futter-/Kaiserstraße, ist es jetzt voll. Tänzerinnen und Tänzer des Saarländischen Staatstheaters präsentieren Mode, die man gleich anschließend kaufen kann. Wirtz hat nicht nur die Theaterleute, sondern auch noch einige Saarbrücker Unternehmen für seine „Fashion & Lifestyle-Shopping-Party“ gewinnen können.

Michael Bumb zum Beispiel, den Inhaber des Hotels am Triller. Viele der Party-Gäste trinken an diesem Abend sein Triller-Bier. Bumb und sein Sohn lassen es im Allgäu brauen. Man müsse den Gästen etwas Besonderes bieten, erklärt er. Das Bier komme aber auch bei Menschen gut an, die nicht im Hotel wohnen. Man kann es – rund um die Uhr – an der Rezeption kaufen.

Das Besondere – ohne das sei es schwierig, in Saarbrücken Geschäfte zu machen, wenn man keinen Laden an der Haupteinkaufsmeile hat, sagt Dominic Wirtz. Er setzt dabei nicht nur auf sein Sortiment und Partys, sondern auf einen neuen Bodenbelag in der Bahnhofstraße. Wenn der neue Belag nach dem Ende der Renovierungsarbeiten aufgebracht wird, dann müsse er so angelegt sein, dass er den Kundenströmen auch Wege nach links und rechts weist, fordert Wirtz. „Die Leute müssen merken, dass es im Kaiserviertel und auf der Berliner Promenade weitergeht“, sagt er.

Darauf, dass es die Kunden ohne Markierung auf dem Boden und ohne Party merken, haben nicht viele Händler in den Seitenstraßen vertraut. Sie haben ihre Läden in der Nacht zum Sonntag nicht offen gelassen. Dennoch: Die Stadt brummte. Noch um kurz nach neun bildete sich eine Autoschlange vor dem Parkhaus am Rathaus.

Die Nachtschwärmer waren auch gut beraten, ihre Fahrzeuge ordnungsgemäß abzustellen. In der Innenstadt waren nämlich in dieser Nacht nicht nur Verkäuferinnen und Verkäufer, Köche, Kellnerinnen und Kellner und die Männer von der Stadtreinigung bei der Arbeit. Auch die Kontrolleure vom Ordnungsamt hatten Dienst.
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