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Ringen um Disko in Wadern

Nachrichten aus der Region Merzig.

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Wadern. Das Ringen der Waderner Jugend um eine Disko geht weiter. So das Ergebnis der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wirtschaftsförderung. „Lassen Sie uns den Gesprächsfaden aufrechterhalten“, sagte Bürgermeister Fredi Dewald am Mittwoch im Öttinger Schlösschen. Damit wird das Thema, so hofft zumindest Michael Molitor von der Jungen Union, auch künftig auf der Tagesordnung erscheinen. Dass sich die Stadt bemühe, einen geeigneten Standort zu finden, sei im Hinblick auf die Belange der Waderner Jugend eine Selbstverständlichkeit, betonte Dewald. Fünf Örtlichkeiten habe man der Unteren Bauaufsicht (UBA) vorgeschlagen.

Davon seien drei Standorte in Gebieten mit überwiegend gewerblicher Bebauung vorbehaltlich akzeptiert worden. Um eine letztendliche Entscheidung herbeizuführen, brauche die UBA ein Betreiberkonzept. „Wir sollten das zarte Pflänzchen der jüngsten Anläufe nicht gleich zertreten“, forderte Dewald. Helmut Turner (CDU), der den Tagesordnungspunkt angeregt hatte, war sich im Klaren: „Die Stadt soll nicht Betreiber, sondern Wegbereiter sein.“

Die Jugend der Hochwaldregion wünsche sich einen Ort, in dem Musik gespielt werde, wo man tanzen und etwas trinken könne. „Wir brauchen hier in Wadern eine ‚Junge-Leute-Gastronomie’“. Mit dieser Forderung unterstützt der Unionspolitiker die Belange seiner JU-Freunde. „Ich denke dabei nicht an eine Konkurrenz zur Kufa in Saarbrücken oder zum Flash in St. Wendel“, sagte Turner. Aber es sei an der Zeit, den Kriterien für eine Disco-Ansiedlung Rechnung zu tragen.

Während sich die SPD-Ausschussmitglieder weitestgehend als Beobachter der Szenerie verhielten, sah Peter Rohles (Grüne) das Unterfangen einer Disko-Ansiedlung eher skeptisch. „Solche Unternehmungen haben bekanntlich einen schweren Stand“, argumentierte Rohles, der als Negativ- Beispiel zahlreiche Disko-Insolvenzen ins Feld führte. Es sei eventuell sinnvoller, an althergebrachte Traditionen anzuknüpfen und gelegentliche Tanzveranstaltungen in vorhandenen Sälen zu organisieren. „Das hat doch früher auch gut funktioniert.“ Dieser Vorschlag stieß bei den zahlreichen jugendlichen Beobachtern der Sitzung auf wenig Gegenliebe. „Wir werden alles Nötige tun, um mit unserem Anliegen ein Stück weiter zu kommen“, sagte der JU-Sprecher.

Er hoffe dabei auf die tatkräftige Unterstützung der Stadt. Was wirklich realisierbar sei, sei einzig Sache eines Investors. Dennoch sollte eine entsprechende Anfrage von der Stadt kommen. „Sie können besser überzeugen, wenn es darum geht, einen Betreiber zu finden“, wandte sich Molitor an den Bürgermeister. Er stehe jedoch gerne als Gesprächspartner zur Verfügung. Bürgermeister Dewald nahm das Angebot an: „Ich lege Wert darauf, dass wir im Gespräch bleiben.“

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