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Ringer-Oldie Togousov hat große Pläne

Köllerbach. Vor dem großen Finale gönnt er sich nochmal einige Entspannungseinheiten in der Sauna der Köllerbacher Kyllberg-Halle: Das Thermometer zeigt 80 Grad Celsius. Togousov, 1,62 Meter groß und durchtrainiert, nimmt sich die Schöpfkelle und macht einen Aufguss. Bereits nach wenigen Minuten läuft dem aus Wladikawkas/Russland stammenden Freistil-Athleten Togousov der Schweiß die Stirn herunter. Doch wer denkt, dass Togousov durch die Sauna sein Kampfgewicht von 55 Kilo erreichen will, irrt sich.

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Der Ringer: „Die Sauna bringt mir nichts. Vielleicht mal 100 Gramm. Ich mache das oft nach dem Training einfach so.“ Zum so genannten „Abkochen“ hat er seine eigenen Methoden. Togousov: „Ich ziehe mir zwei, drei Trainingsanzüge an und springe eine Stunde auf der Stelle.“ Zusätzlich geht er neben dem üblichen Training fünf Mal die Woche joggen. 57,5 Kilo wiegt er an diesem Dienstag noch. 2,5 Kilo müssen also bis zum Finale am Samstag noch runter. Er sprüht nur so vor Energie. Immer wieder erhebt er sich in der Sauna während seiner Erzählungen und spricht mit Händen und Füßen, zieht eine Grimasse und lacht.

Am Samstag will das Energiebündel wieder zeigen, was es kann. Dann heißt der Gegner Luckenwalde. Im vergangenen Jahr verlor Togousov seine Kämpfe gegen den Bulgaren Radoslav Velikov. Togousov: „Weil ich ein Dummkopf war. Velikov hat mich angreifen lassen und hat nur abgewartet. Das ist doch kein Ringen. Er ist Weltmeister und jünger. Eigentlich muss er was machen.“

Der ehrgeizige Togousov will aber nicht bloß gewinnen. Er wolle den Zuschauern auch etwas bieten, erklärt er. Das hat er in den vergangenen elf Jahren in Köllerbach oft gemacht – vor allem, wenn er zu seiner Beinschraube ansetzt und seine Gegner ein ums andere Mal über die Matte dreht. Diese Griffe wird er wohl noch länger für den KSV anwenden. Der Athlet: „Zu 80 Prozent werde ich weitermachen. Wenn der KSV sagt, dass ich ihm helfen soll.“ szn/ek

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