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Rocco del Schlacko: Rechtsextreme als Ordner eingesetzt

Beim Festival herrschte eigentlich sehr gute Stimmung.

Beim Festival herrschte eigentlich sehr gute Stimmung.

Beim Pop-Festival „Rocco del Schlacko“ in Püttlingen sind am vergangenen Wochenende offenbar Mitglieder der Neonazi-Szene als Ordnungskräfte zum Einsatz gekommen. Das bestätigte eine Security-Firma.

Saarbrücken. In den Reihen eines privaten Sicherheitsdienstes, der am vergangenen Wochenende beim Festival „Rocco del Schlacko“ in Püttlingen für Ordnung sorgte, waren offenbar bekannte Mitglieder der rechtsextremen Szene im Saarland.

Wie Franz Müller von der Firma Pro Verwaltung GmbH in Spiesen-Elversberg gestern der SZ mitteilte, hatten die Einsatzleitung und der Sicherheitsberater von Pro Verwaltung während des Festivals festgestellt, dass „zwei Mitarbeiter des beauftragten Subunternehmens der rechten Szene angehören“.

Subunternehmen engagiert

Die beiden Rechtsextremen seien von dem Gelände verwiesen worden, so Müller. Weil Pro Verwaltung an jenem Wochenende mehrere Anlässe zu betreuen gehabt hätte, habe man ein zertifiziertes Subunternehmen aus Saarlouis engagiert. „Das ist für mich extrem unangenehm, denn ich bin Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der Saar-SPD“, erklärte Müller weiter.

Veranstalter: "Ich würde das niemals dulden"
Der Veranstalter Thilo Ziegler sagte auf SZ-Anfrage, er habe keine Kenntnis von der Beschäftigung der Security-Leute mit rechtsextremer Gesinnung gehabt. „Ich würde das niemals dulden. Wir sind politisch neutral“, betonte Ziegler.  Allerdings kritisierte er Mitglieder der saarländischen Antifaschisten (Antifa Saar), die in ihrer Gesinnung genauso extrem seien.

Antifa nannte Namen
Die Antifa Saar hatte in einer Pressemitteilung drei der eingesetzten Security-Männer als Rechtsextreme namentlich genannt. Auf der Homepage waren Fotos der drei Männer im Ordner-Einsatz beim Festival und bei früheren Neonazi-Veranstaltungen zu sehen. Anne Richter, Sprecherin des Saar-Innenministeriums, dementierte die Vorwürfe nicht. Die Beschäftigung politischer Extremisten im privaten Sicherheits-Dienst werde als bedenklich angesehen, so Richter.


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