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Rock around the Sauwasen: Die Fotos vom ersten Tag Rocco!

Rocco del Schlacko 2016.

Rocco del Schlacko 2016.

Das ist viel: Etwa 16 000 Besucher am ersten Tag nannte Rocco-Veranstalter Thilo Ziegler gestern, am frühen Donnerstagabend. Er freue sich „total“ – Wetter hat gehalten, beim Parken und Camping hat alles geklappt, die Stimmung ausgezeichnet.

 

Am Vormittag konnte man denken, dass da sehr, sehr viele junge Leute auf einen Schlag von zu Hause ausgezogen sind: Mit Sack und Pack – manche mit Kopfkissen und Bettzeug – marschierten sie auf dem Campinggelände ein – wenn auch ein gewisser Schwerpunkt des Mitgebrachten auf den Getränken lag.

 

Rostock, Frankfurt, Luxemburg . . . – aus ganz Deutschland und darüber hinaus waren die Gäste angereist. Aus einer größeren Gruppe junger Kölner und Duisburger heraus sagt einer: „Wir sind zum zweiten, aber garantiert nicht zum letzten Mal hier“, vor allem die Atmosphäre hat es ihnen angetan – und die ist auch super und sehr friedlich. Ausgetobt wird sich nur beim Tanzen. Die erste Band hat den etwas zweifelhaften Namen Sonderschule, versteht es aber fantastisch, als Eisbrecher einzuheizen.

 

Natürlich gibt es auch noch während der Großveranstaltung so einiges zu tun, aber Ziegler nimmt sich auch – gerne – die Zeit, möglichst viele Bands selbst zu sehen und zu hören. Denn schließlich haben er und sein Team die Bands für das Riesen-Festival zusammengestellt, da will man dann auch wissen, wie das Ganze ankommt. Sein persönlicher Favorit gestern war übrigens Sum 41, eine Rock-Band, die ihren Weg aus der Stadt Ajax im fernen Kanada ins Köllertal gefunden hat. Im Gesamtprogramm freut sich Ziegler („da hab' ich Bock drauf“) auch besonders auf zwei der großen Zugpferde des Festivals: Die Fantastischen Vier und die Sportfreunde Stiller .  Von kleineren Blessuren bis zum Sonnenstich oder dem „alkoholbedingten Ausfall“: Um die Gesundheit der jungen Festival-Besucher kümmert sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit einem umfangreichen Sanitätsdienst: Bis zu 70 Sanitätskräfte und Ärzte sind an allen drei Festivaltagen vor Ort, schildert die Pressestelle des DRK. Auf dem Festivalgelände , an der Bühne, am Check-In und am Campingplatz sind feste Sanitätsstellen aufgebaut, an denen es kostenlos medizinische Hilfe gibt.

 

In den Vorjahren hatten die Einsatzkräfte immer gut zu tun, denn wo Tausende junge Leute feiern, da bleiben Blessuren nicht aus. DRK-Einsatzleiter Dirk Schmidt schildert: „Wir haben typischerweise Freizeitverletzungen zu behandeln, wenn man sich zum Beispiel beim Öffnen von Dosen oder beim Zeltaufbau auf dem Campingplatz verletzt, und häufig kam es in den Vorjahren auch zu Verletzungen beim Tanzen vor der Bühne, wenn sich Feiernde stoßen, ausrutschen oder schief auftreten.“ So sei auch diesmal mit mehreren Hundert Behandlungen über die drei Tage zu rechnen, was man aber problemlos leisten könne.
 

 

In der überwiegenden Zahl der Fälle sei die ambulante Versorgung ausreichend, die meisten Gäste können nach dem Besuch der Sanitäts-Station weiterfeiern. Falls dennoch eine Abklärung in einer Klinik notwendig sei, stünden ausreichend Transportfahrzeuge zur Verfügung. „Das Rocco del Schlacko verlief in den letzten Jahren immer friedlich und alle Hilfsdienste sind aufeinander eingespielt“, lautet Schmidts positive Bilanz; so habe man sich auch in diesem Jahr auf das Fest gefreut.

 

Geplant wird der umfangreiche Sanitäts-Einsatz vom DRK Landesverband in Zusammenarbeit mit mehreren DRK-Kreisverbänden und Ortsvereinen. Begonnen hat der Einsatz schon gestern, am Donnerstag, um 9 Uhr, um auch die Anreise der Festival-Besucher abzusichern. Bis Sonntag, 13 Uhr, bleiben die DRK Helfer vor Ort.

 

 

Im Köllertal gibt es eine neue Polizeiwache. Allerdings nur vorübergehend: Die Polizei zeigt Präsenz und hat wieder eine Sonderwache auf dem Rocco-Gelände eingerichtet. Die Wachen in Püttlingen und in Riegelsberg sind allerdings an diesen Tagen geschlossen. – Trotz des Anmarsches Tausender junger Leute war gestern Nachmittag alles friedlich und ohne nennenswerte Probleme, hieß es auf Nachfrage aus der Sonderwache.

 

Dass es am Vormittag beim Verkehr problematisch werden würde, sei, wie jedes Jahr, abzusehen gewesen. So gab es auf der nahen Autobahn 8 zeitweilig bis zu drei Kilometern Rückstau, jedoch auf dem Standstreifen, der „normale“ Verkehr konnte somit weiter fließen. Zubringer-Straßen, wie die Landstraßen 140 und 141, waren verstopft, aber zu Beginn sei es mit dem Verkehr halt „immer etwas holprig“, da habe man sich inzwischen dran gewöhnt.
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