A8 Saarlouis Richtung Neunkirchen Zwischen AS Heusweiler und Kreuz Saarbrücken Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn, Gefahr durch defektes Fahrzeug totes Tier auf der Überholspur (21.11.2017, 23:34)

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Rockem-Festival wurde wegen Unwetter vorzeitig beendet

Musikfans im Schottenrock oder als knallbunte Hühner verkleidet: Am Wochenende fand an der Gegenortschachtanlage bei Neunkirchen das fünfte Rockem- Festival statt. Das neue Festivalgelände mit Förderturm und leicht erhöhten Liegewiesen lullte die Besucher bereits am Freitag schnell ein – strahlender Sonnenschein und gute Live-Musik taten ihr übriges.

Organisator Michael Wessely freute sich über die gute Stimmung und die rosigen Ticket- Verkäufe: „Wir haben über 1000 Kombitickets verkauft und etwa 300 Tagestickets für den Freitag.“ Mit diesem Ergebnis schreibe man vielleicht schwarze Zahlen. Bereits am Freitagnachmittag explodierte die Stimmung, als der deutsche HipHopper Alligatoah mit Musikerkollege Battleboi Basti die Bühne stürmte. Alligatoah alias Lukas Strobel stellte sein Nummer-1- Album „Triebwerke“ vor und erhöhte mit Hilfe eines Hypnosependels seine Gage: „Ihr werdet mir Geld auf die Bühne werfen.“

Kaum gesagt, setzte schon ein Geldregen in Form von Cent-Münzen ein. Nach einem Solo-Auftritt von Battleboi Basti, meldete sich Alligatoah wieder zusammen mit seiner HipHop-Gruppe Trailerpark zurück. Auch die folgenden deutschen Bands SDP, kurz für Stonedeafproduction, und Ohrbooten sangen Lieder mit einem großen Augenzwinkern. „Die heutige Jugend steht auf ironische deutsche Texte“, sagte der Rockem-Organisator Michael. Das gilt auch für die beiden Festival-Besucherinnen Lena Ley (15) und Aline Müller (16) aus Landsweiler-Reden. „Ich bin vor allem wegen Battleboi Basti gekommen“, sagte Lena Ley. Rockem 2013 war das erste große Festival der beiden Freundinnen – da zelteten sie trotz Heimatnähe auch auf dem Festivalgelände.

Weil Rockem erstmals an zwei Tagen stattfand, richteten die Organisatoren zwei Campingplätze ein. Laut Michael Bier von der Freiwilligen Feuerwehr Wiebelskirchen waren die 270 Camper friedlich. Kurz brenzlig geworden sei es, als zwei Männer bei der Aftershow-Party den Förderturm erklommen; hier habe die Feuerwehr sofort reagiert. Am zweiten Festivaltag hingen graue Wolken über der Gegenortschachtanlage; einige Besucher hatten in weiser Voraussicht blaue Müllsäcke zu Regenjacken umfunktioniert.

Während der Show der Neunkircher Rock-Band The Maja Project („How much does it take“) zeigte sich die Sonne kurz, was auch Keyboarder Andreas Jakobs freute: „Schön, dass sie sich bei uns noch gezeigt hat.“ Der Musiker wollte sich am Abend die deutsche Punk- Rockband Itchy Poopzkid ansehen, doch dazu sollte es nicht kommen: Bereits als die Rocker von Turbostaat über die Bühne fegten, zuckten Blitze am Himmel und es gab Platzregen. Organisator Michael Wessely unterbrach sofort die Show – wie sich später zeigte, war dies auch das Ende des Rockem-Festivals 2013.

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