L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (19.09.2017, 01:43)

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Rocker-Mordprozess: "Angel" schweigt vor Gericht

Kaiserslautern. Im Rocker-Mordprozess vor dem Landgericht Kaiserslautern waren am Dienstag die ersten Hells Angels als Zeugen geladen. Ein 42 Jahre altes Mitglied des Motorrad-Clubs machte dabei von seinem Auskunftverweigerungsrecht Gebrauch. Der Mann steht im Verdacht, an den Planungen für den tödlichen Angriff gegen einen Regionalchef der rivalisierenden Gruppe Outlaws Ende Juni im Donnersbergkreis beteiligt gewesen zu sein. Der Mannheimer erschien in der „Kutte“ des Motorrad-Clubs und hatte einen Anwalt an seiner Seite.

In dem Prozess müssen sich ein 29 Jahre altes Mitglied der Hells Angels aus Mannheim und ein 42 Jahre alter Unterstützer der Gruppe aus der Nordpfalz wegen Mordes verantworten. Der 42-Jährige beschuldigt seinen Komplizen und einen noch flüchtigen Hells Angel der Tat.

Ein zweiter Zeuge, ein 35 Jahre altes Mitglied der Hells Angels, berichtete, der 42 Jahre alte Angeklagte habe anderen immer wieder mit seiner vermeintlichen Zugehörigkeit zu der Gruppe gedroht. „Er hat sich profiliert, obwohl er gar nicht dazu gehörte.“

Auslöser für den Mord soll eine Schlägerei mit einem Outlaw gewesen sein, in die der ältere Angeklagte einige Tage vor der Tat verwickelt war. Nach den Worten des 42-Jährigen war deshalb eine Racheaktion geplant. Der zweite Angeklagte schweigt zu den Hintergründen.
Wenige Stunden vor dem Mord waren die drei Tatverdächtigen in einer Gaststätte am pfälzischen Donnersberg essen gegangen. Ein Mitarbeiter der Gaststätte hatte den 42-Jährigen damals gefragt: „Geht Ihr heute noch boxen?“ Er habe vermutet, dass es eine Racheaktion geben könnte, weil der 42-Jährige mit zwei Begleitern unterwegs gewesen sei, berichtete er als Zeuge vor Gericht. Der 42-Jährige habe auf die Frage zu ihm nur „Pscht“ gesagt und ihm bedeutet, zu schweigen.
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