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Rocker-Mordprozess: Zeuge widerspricht Angeklagtem

Kaiserslautern. Im Prozess um einen Mord im Rocker-Milieu hat ein Zeuge vor dem Landgericht Kaiserslautern den Aussagen des geständigen Angeklagten widersprochen. Dabei geht es um die Vorgeschichte des Mordes an einem Regionalchef der Motorrad-Gang Outlaws im Juni. Der 42 Jahre alte Angeklagte, ein Mitläufer der Hells Angels, hatte die Bluttat als Racheaktion beschrieben, weil er einige Tage zuvor in Bad Kreuznach von einem Outlaw angegriffen und verletzt worden sei. Der angebliche Angreifer schilderte die Auseinandersetzung am Dienstag als Zeuge allerdings ganz anders.

Seinen Worten zufolge war die Aggression von dem 42-Jährigen ausgegangen. Der 42-Jährige sei am 24. Juni mit seinem Motorrad auf ihn zugerast, als er in der Stadt unterwegs gewesen sei, sagte der 23-jährige Outlaw. Daraufhin habe er den Mann zur Rede gestellt, woraufhin dieser versucht habe, auf ihn einzuschlagen. Dann habe er sich gewehrt und erreicht, „dass er erst mal außer Gefecht war“, sagte der 23-Jährige. „Ich wollte eigentlich nichts von dem.“ Bei der Auseinandersetzung habe der 42-Jährige ihm Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. Zum Abschied habe er noch zu dem Hells Angel gesagt: „Das ist Outlaw-Gebiet“, berichtete der 23-Jährige.

Der 23-Jährige sagte, er habe nach der Schlägerei einen anderen Outlaw angerufen und informiert. „Wenn solche Sachen passieren, ist das der normale Dienstweg.“ Zur Polizei sei er nicht gegangen.

Der 42-Jährige hatte zwei Tage später mit zwei Komplizen von den Hells Angels dem Outlaw-Chef der Region Donnersberg aufgelauert. Dieser hatte mit dem Streit in Bad Kreuznach nichts zu tun gehabt.

Nach Worten des 42-Jährigen sollte es nur Prügel geben. Dass der 45-Jährige ermordet wurde, schiebt der 42-Jährige seinen beiden Begleitern zu.
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