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Rolf Linsler kandidiert im Doppelpack

 Saarbrücken. Am Samstag hat die Linkspartei ihre Kandidaten für die Wahl zum Saarbrücker Stadtrat nominiert – zum zweiten Mal. Gegen die Nominierung am 24. Januar hatten Parteimitglieder, die nicht auf die Liste kamen, Protest beim städtischen Wahlamt eingelegt. Mit Erfolg. So soll die Wahlurne, mit der die Stimmzettel eingesammelt wurden, entgegen der Vorschriften im Wahlgesetz nicht verschlossen gewesen sein. Es habe auch keine Wahlkabine zur Verfügung gestanden, in der die Parteimitglieder unbeobachtet ihren Stimmzettel hätten ausfüllen können.

Geändert hat sich an der Liste kaum etwas. Lediglich die Reihenfolge, in der die Kandidaten auf der Liste stehen, ist anders. Das habe mit der Frauenquote zu tun, die bei der Wahl im Januar nicht korrekt beachtet worden sei, erklärte der Linke-Landesvorsitzende Rolf Linsler gestern. Wenn auf Platz eins der Liste ein Mann gewählt wird, müssen die Listenplätze zwei und drei mit Frauen besetzt werden, sagte Linsler.

Wie im Januar haben die rund 250 Parteimitglieder Rolf Linsler auf Platz eins gewählt. Im Januar folgte ihm auf Platz zwei Winfried Jung. Der musste auf Platz vier weichen – wegen der Quote und „freiwillig“, wie Linsler betont. Es sei auch egal, ob Jung auf Platz zwei oder vier kandidiere, er werde so oder so in den Stadtrat kommen, sagt der Linke-Landesvorsitzende. Linsler: „Ich gehe davon aus, dass wir mindestens fünf oder sechs Leute reinkriegen.“

Linsler selbst kandidiert im Doppelpack. Er ist nicht nur Spitzenkandidat für die Stadtratswahl, er tritt auch auf Platz eins der Linke-Liste für den Wahlkreis Saarbrücken zur Landtagswahl an. Einen Parteilosen, nämlich den ehemaligen Oberbürgermeister von Rastatt, Klaus-Eckhard Walker, hat die Linkspartei am Samstag zu ihrem Kandidaten für das Amt des Regionalverbandsdirektors gekürt.
 
Eine Entscheidung, für die es umgehend Kritik vom Generalsekretär der Saar-CDU, Stephan Toscani, gab. Walker habe über eine Veranstaltung in Rastatt in seiner Zeit als Oberbürgermeister gesagt, „die Bewohner des Rastatter Asylbewerberheims sollten sich an die Gepflogenheiten ihres Gastlandes halten, ansonsten sollten sie in den Kongo zurückgehen, wo sie ums Feuer tanzen können, bis sie schwarz sind, was sie aber schon sind“.

Für Toscani ergibt sich aus dieser früheren Äußerung Walkers: „Die Linke versucht, braunes Stimmenpotential zu gewinnen.“ Die Äußerung Walkers passe zu Oskar Lafontaines Aussage aus dem Jahr 2005, „dass Familienväter und Frauen arbeitslos werden, weil Fremdarbeiter mit zu niedrigen Löhnen ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen“.   Martin Rolshausen 
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