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Roman Lob soll in Baku die Nachfolge von Lena antreten

Baku/Saarbrücken. Nach der schrillen Lena tritt in diesem Jahr der gediegene Roman Lob am Samstag für Deutschland im Finale des „Eurovision Song Contest“ in Baku an. Nicht nur in seiner Heimat ist die Stimmung nach der Lena-Manie deutlich zurückhaltender. Auch die internationalen Umfragen sehen für den gelernten Industriemechaniker nur wenig Chancen auf den Sieg: „Lena war damals einfach ein Phänomen“, ist sich der 21-Jährige bewusst. Sie sei etwas Neues gewesen.

Im SZ-Gespräch verriet er kürzlich seinen persönlichen Wunsch für Baku: „Gewinnen wäre natürlich schön, aber mein Ziel ist es eigentlich mehr, neue Kulturen und Leute kennenzulernen und Spaß zu haben.“ Die Reise nach Aserbaidschan vergleicht er daher mit „einer großen Klassenfahrt“.

Einen Talisman habe er nicht dabei, aber vielleicht wären ja seine Kopfbedeckungen, die für ihn Pflicht sind, sein Glücksbringer, überlegt er. Zudem spekuliert der Kumpeltyp darauf, vielleicht auch von seiner Startnummer profitieren zu können. Lob geht als 20. von 26 Kandidaten ins Rennen und hofft, dass ihn die Fach-Jury und TV-Nation so bei ihrer Abstimmung noch gut im Gedächtnis haben. Der Sänger aus Neustadt/Wied habe sich im Vorfeld auch mit den Vorwürfen gegen die autoritäre Regierung in Aserbaidschan befasst. Doch für ihn steht fest: „Aber es geht natürlich auch um die Musik.“

Während Lob bei den Buchmachern und in den Umfragen eher schlecht abschneidet, gilt Schweden (mal wieder) als einer der Top-Favoriten. Das Land schickt die Sängerin Loreen mit der Dance-Nummer „Euphoria“ ins Rennen. Auch der Beitrag von Italien wird hoch gehandelt. Nicht nur musikalisch, sondern auch optisch ist die 2011 verstorbene, britische Musikerin Amy Winehouse das Vorbild von Nina Zilli.

Italien zählt neben Deutschland zu den sogenannten „Big Five“-Ländern, die für das Finale bereits fest gesetzt sind. Auch Großbritannien gehört dazu. Schmuse-Sänger Engelbert Humperdinck gilt nicht nur als der europaweit bekannteste Teilnehmer des Wettbewerbes. Mit seinen 76 Jahren ist er zudem der älteste.
Ob mit Lasha Oniani auch ein Saarbrücker Star am Samstag in Baku mitmischt, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Der Titel von Anri Jokhadze, den der georgische Choreograf, der seit 18 Jahren in der Landeshauptstadt lebt, für seine Heimat in Szene gesetzt hat, musste sich erst im zweiten Halbfinale am Donnerstagabend für die Endrunde qualifizieren. Gleich 17 Solisten und eine Band nahmen daran teil.

Beim ersten Vorentscheid am Dienstag dominierten dagegen skurrile Kandidaten. Während die russischen Omas Buranowskije Babuschki und die irischen Zappel-Zwillinge Jedward erwartungsgemäß weiterkamen, schied das österreichische Rap-Duo Trackshittaz mit seinem Gaudi-Song „Woki mit deim Popo“ aus. Auch Grand-Prix-Altmeister Ralph Siegel, der 30 Jahre nach seinem Sieg mit der saarländischen Sängerin Nicole für San Marino einen Beitrag geschrieben hatte, schaffte es nicht.

Bei der Grand-Prix-Party, die ab 20.15 Uhr vor und ab 0.15 Uhr nach dem Finale live in der ARD von der Hamburger Reeperbahn übertragen wird, gibt es ein Wiedersehen mit zwei Moderatorinnen, die 2011 durch die Show in Düsseldorf geführt haben: Judith Rakers und Anke Engelke, die in einer Schalte nach Baku die deutschen Punkte bekannt geben.

Samstag, 21 Uhr, ARD
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