A6 Metz/Saarbrücken Richtung Kaiserslautern AS Rohrbach Bauarbeiten, Ausfahrt gesperrt, Einfahrt gesperrt bis 16.10.2017 06:00 Uhr (18.09.2017, 06:59)

A6

Priorität: Dringend

13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Rosenmontagsbilanz: Zwei Schlägereien rufen Burbacher Polizei auf den Plan

Burbach. Gegen 22 Uhr ging’s rund. Plötzlich war die Rage nicht mehr zu bändigen, flogen Fäuste, mussten Polizisten dazwischengehen – lange nach dem Umzug. Zwei Schlägereien verzeichnet die Rosenmontagsbilanz der Polizeiinspektion Burbach. „Beteiligt waren je zwei bis sechs Personen“, sagte gestern Thomas Kolz, der stellvertretende Leiter der Inspektion.

Aber zwei Prügeleien am Rande eines Spektakels mit 130 000 Beteiligten sind für einen erfahrenen Beamten wie Kolz nichts, was ihn staunen lässt. „Es war ruhiger als in den vergangenen Jahren“, sagte er. Auch, weil das Wetter mit Nässe und Kälte nicht eben dazu einlud, noch Stunden nach dem Umzugsende der Straßenfastnacht zu frönen. „Die Besucher hielten sich nach dem Umzug einfach nicht mehr so lange im Freien auf“, resümierte Kolz. Die Planer in der Inspektion Burbach sehen den ruhigen Verlauf des Tages auch als Ergebnis von Weitsicht. Kolz: „Wir waren am Montag gut aufgestellt und hatten jeden eingesetzt, der regulär frei gehabt hätte. Damit hatten wir – auch dank Verstärkung aus anderen Inspektionen und aus der Bereitschaftspolizei – rund 100 Beamte im Einsatz.“

Wieder einmal bewährt hat sich ein Rosenmontagsservice der Polizei in ihrem noch ziemlich neuen Haus Heinrich-Barth- Straße 2. Dort kümmern sich Polizisten um Kinder, die ihre Begleiter aus den Augen verloren haben. Am Montag fand dort eine erleichterte Mutter relativ schnell ihr vermisstes Kind wieder. Nicht nur die Polizei sorgtefür einen sicheren Umzug.

Kolz: „Beim Schutz der Besucher und Zugteilnehmer half entlang der Strecke auch die freiwillige Feuerwehr aus mehreren Löschbezirken. Sie achtete unter anderem darauf, dass niemand die Gitter überstieg oder Kinder darüberhob, damit die auf dem Zugweg Süßigkeiten ergattern. Das ist lebensgefährlich, wo bis zu 40 Tonnen schwere Lkws rollen. Was Leichtsinn angeht, habe ich schon alles erlebt.“ Eine Vorschrift, die inzwischen für alle Zugteilnehmer gilt, hat sich nach Kolz’ Überzeugung bewährt: „Es ist seit Jahren verboten, hochprozentige Alkoholika von den Wagen zu werfen.“

Gefragt, ob er sich an einen schlimmeren Rosenmontag erinnern könne, musste der Polizist nur ein Jahr zurückblicken. „Es gab damals eine Massenschlägerei vor dem Bürgerhaus, bei der sich die Beteiligten gegen einschreitende Polizisten solidarisierten. Sie verletzten einen meiner Kollegen so schwer, dass er noch immer in Behandlung ist.“



Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein