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"Rot-Spiel" für die Blau-Schwarzen

Saarbrücken. "Rot-Spiele". Das ist Polizeijargon für Fußballspiele, in deren Umfeld mit erhöhtem Gefährdungspotenzial zu rechnen ist. Die Regionalliga-Partie Waldhof Mannheim gegen 1. FC Kaiserslautern II (0:2) am 2. September war ein solches Rot-Spiel, und die Bilanz ist erschütternd: 50 000 Euro Sachschaden, 36 Festnahmen, acht verletzte Polizisten, Straßenschlachten mit Einsatz von Wasserwerfern und Schlagstöcken. Die Folgen: 20 000 Euro Strafe für den 1. FC Kaiserslautern, dazu ein Spiel bei Ausschluss der Öffentlichkeit.

Auch der 1. FC Saarbrücken ist "Opfer" der jüngsten Ausschreitungen in Mannheim. Sein Spiel gegen den FCK II wurde auf den 23. September verlegt. Zeitgleich spielt die erste Mannschaft des FCK im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen. "Man kann nicht sagen, ob und wie viele Zuschauer uns das kostet", meint FCS-Geschäftsführer Thomas Heil, "es ist eine Einzelfallentscheidung des DFB, die wir so akzeptieren."

An diesem Sonntag um 14 Uhr muss der FCS in Mannheim antreten. Zwar haben beide Traditionsvereine die gleichen blau-schwarzen Vereinsfarben, die Fanlager beider Seiten waren sich in der Vergangenheit aber nicht immer grün. "Ich hoffe, dass am Sonntag der Fußball im Mittelpunkt stehen wird", sagt Jörg Rodenbüsch vom Saarbrücker Fanprojekt Innwurf. Schon beim Regionalligastart in Neunkirchen gegen Elversberg und auch zu Beginn der Partie in Essen hatten gewaltbereite FCS-Anhänger für Aufsehen gesorgt. "Unsere Fans werden sich, was Pyrotechnik und sonstiges angeht, sicher zurückhalten", glaubt Rodenbüsch.

Ob es friedlich bleibt, wird auch davon abhängen, wie der Transfer vom Mannheimer Hauptbahnhof zum Carl-Benz-Stadion ablaufen wird. Dort hatte es bei der Begegnung gegen den FCK II große Probleme gegeben. "Wir rechnen mit 1800 bis 2000 Fans aus dem Saarland. Etwa 700 davon kommen mit dem Zug und werden unter Polizeibegleitung den Weg ins Stadion antreten", sagt Frank Schmelczyrsch, Leiter der Zentralstelle Szenekundige Beamte in Saarbrücken.

Ein Entlastungszug der Deutschen Bahn wird am Sonntag um 10.17 Uhr den Saarbrücker Hauptbahnhof verlassen. Die Rückfahrt soll um 17.15 Uhr beginnen. Es ist mit großem Aufgebot an Polizei und Sicherheitskräften zu rechnen. "Wir gehen mit einem komischen Gefühl in dieses Spiel", sagte Waldhof-Geschäftsführer Andreas Laib unter der Woche. cor

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