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Rote Karte für Hundetoiletten

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Holz. Wie schon in anderen Ortsteilen, so lehnt auch der Holzer Ortsrat das Anschaffen von Hundetoiletten ab. Hintergrund ist der Verwaltungsvorschlag, dass die Anschaffungs-, Aufstellungsund Unterhaltungskosten über das Ortsratsbudget finanziert werden sollen. Bei diesen Hundetoiletten unter dem Namen „Dog Stations“ handelt es sich um Abfallbehälter mit integriertem Spender für Tütchen, mit denen Hundekot entsorgt werden kann. Im Wahlschieder Langgarten stehen seit drei Jahren zwei solcher Vorrichtungen. In Heusweiler sollen zwei entlang der Saarbahn- Trasse aufgestellt werden (wir berichteten).

Eine Hundetoilette kostet 400 Euro, die Fundamentierungsund Aufbauarbeiten werden mit 300 Euro je Station beziffert. Die Verwaltung erinnert daran, dass die Wahlschieder Hundetoiletten von privaten Spendern und über das Ortsratsbudget beschafft worden sind. Allerdings gehen die Kosten für den Aufbau, die Bereitstellung der Tüten und deren Entsorgung zu Lasten der Gemeinde. Auf Grund der Erfahrungen in Wahlschied müsse davon ausgegangen werden, dass pro Hundetoilette 800 Euro im Jahr für die Beschaffung der Tüten und weitere 1000 Euro für die Entsorgung aufgebracht werden müssen. Im Hinblick auf eine Gleichbehandlung aller Ortsteile und mit Verweis auf die Haushaltslage fordert die Verwaltung alle Ortsräte auf, alle mit der Aufstellung von Hundetoiletten anfallenden Kosten über den Ortsratsetat zu finanzieren.

„Kinder machen Konfetti daraus“ „Mit Blick auf die zunehmende Verschmutzung machen Hundetoiletten Sinn. Der Pferdefuß ist, dass die Ausgaben komplett aufs Ortsratsbudget umgelegt werden sollen. Da dieses Budget abnimmt, sehen wir die Gefahr, dass es so dezimiert wird, dass der Ortsrat keinerlei Gestaltungsmöglichkeiten mehr hat, wenn er sich für Hundetoiletten entschließt“, sagte Martin Walter (CDU). Manfred Schmidt (CDU) meinte: „Die Anschaffung in Wahlschied war nicht zu Ende gedacht. Die Verwaltung hat nur eng begrenzte Mittel. Doch wenn wir unser geringes Budget auch noch durch die Hundetoiletten beschneiden, können wir es gleich ganz auflösen.“

Karlheinz Bruckmann (SPD) sagte: „Ich weiß aus Dillingen, dass dort die Tütenspender immer leer sind. Kinder machen Konfetti daraus, Hundebesitzer schmeißen die Tütchen nach Gebrauch ins Gebüsch. Ich bin gegen Hundetoiletten. Wer einen Hund hat, kann die Tütchen von zu Hause mitbringen.“

Susanne Kellner (FDP) erklärte: „Ich bin selbst Hundebesitzerin und nehme immer Tütchen von zu Hause mit. Wer mit seinem Hund weggeht und keine Tütchen dabei hat, wird sie sich auch nicht an eine Hundetoilette holen gehen. Deshalb machen Hundetoiletten keinen Sinn.“ Einstimmig lehnte der Holzer Ortsrat die Anschaffung von Hundetoiletten ab. dg

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