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Rote Teufel treffen auf Ex-Spieler Sidney Sam

Kaiserslautern. Immer die Außenlinie entlang führte ihn sein Jubel. In ähnlich hohem Tempo wie dem, mit dem er gerade der gesamten Schalker Hintermannschaft enteilt war. Kein laut- und zeichenstarkes "Hier bin ich", kein Hinweis an Trainer Jupp Heynckes, dass er ihn doch besser von Anfang an gebracht hätte. Und das obwohl Sidney Sam, 22, gerade das 1:0-Siegtor für Bayer Leverkusen geschossen hatte, sein zweites in dieser Saison. Er ist zurückhaltend, er weiß um seine Rolle als Lernender.

Dabei hätte man sich Sorgen machen können um ihn, und so mancher Fan des 1. FC Kaiserslautern hatte sich wohl auch Sorgen gemacht, als Sam vor dieser Saison nach Leverkusen gewechselt war. In Kaiserslautern war er Stammspieler und Leistungsträger, in Leverkusen der Neue, der sich umgewöhnen musste: "Natürlich musste ich mich erst einfinden und integrieren. Aber es geht voran." Es war damals ein Vernunft-Abschied. Zwei Jahre hatte ihn der FCK vom Hamburger SV ausgeliehen. Dennoch war er zu teuer. Und als ein Club mit der finanziellen und sportlichen Potenz wie Bayer Leverkusen anfragte, war er weg. Sam denkt gerne an den FCK zurück: "Es war eine tolle Zeit. Die Vorfreude ist jetzt schon da, die Jungs zu treffen." An diesem Sonntag (17.30 Uhr) spielt Sam für den Gastgeber. Dabei schienen sich die Sorgen der FCK-Fans sogar zu bestätigen. Doch Sam bekam nach dem Ausfall von Renato Augusto seine Chance und nutzte sie. Erst etwas zaghaft, dann immer forscher. Was auch Heynckes bemerkte, allerdings nicht ohne zu betonen: "Natürlich ist es etwas anderes in Leverkusen. Im taktischen Bereich muss er sich noch verbessern." Für Sam ist dabei nicht die Kritik, sondern der Umgang des Trainers entscheidend: "Er setzt auf mich - und das tut gut."

Dass Leverkusen nicht den stürmisch mitreißenden Fußball der vergangenen Saison spielt, sowie die Erinnerung an den 2:1-Sieg im DFB-Pokal vor einem Jahr, machen dem FCK Hoffnung. Und das eigene Selbstbewusstsein ist nach dem 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach wieder hergestellt. Beim 2:1 damals hatte Sam getroffen. Dass das jetzt andere übernehmen, muss aber nicht heißen, dass Sam in Kaiserslautern vergessen ist. jbö

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