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Rotes Kreuz kritisiert Saar- Schneeräumdienst

Saarbrücken. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Saarland kritisiert die „Zurückhaltung des Winterdienstes“ beim Schneeräumen. Durch den eingeschränkten Räumdienst, vor allem in Nebenstraßen, seien in den vergangenen Tagen Rettungsdiensteinsätze behinderten worden, so das Rote Kreuz.

Oft habe die Feuerwehr zu Hilfe eilen müssen, um den Rettungswagen einen Weg zu bahnen. „Ja, es gibt Probleme“, bestätigte Lukas Hoor vom Zweckverband für Rettungsdienst Saarland. Allein von Freitag bis Sonntag habe es saarlandweit 14 Fälle gegeben, bei denen Rettungswagen nicht durchkamen, vier Mal habe die Feuerwehr helfen müssen. „Und gestern zählten wir sieben Fälle, bei denen der Rettungswagen hängen blieb“, sagte Hoor. Dem glücklichen Zufall sei es zu verdanken, dass es bisher keine Gefährdung von Patienten gegeben habe.

Die Kommunen und der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) wiesen die Kritik des Roten Kreuzes zurück. „Unser Straßennetz ist geräumt“, erklärte Klaus Kosok vom LfS. Zwischen sechs Uhr morgens und 22 Uhr abends seien die Räumfahrzeuge auf Bundes- und Landstraßen unterwegs.

„Es ist bei den Witterungsbedingungen wohl verständlich, dass wir die Straßen nicht konsequent schwarz halten können“, sagte er. Laut DRK hatte sich am Sonntag auf der Bundesstraße zwischen Lebach und Schmelz ein Rettungswagen festgefahren und kam nur mit fremder Hilfe frei. Gleich drei Mal habe die Feuerwehr im Raum Sulzbach aushelfen müssen, um DRK-Rettungswagen wieder flott zu machen.

Thomas Eich, Leiter des Betriebshofes Sulzbach: „Wir sind teilweise 24 Stunden unterwegs gewesen.“ In Saarbrücken-Dudweiler behalfen sich Sanitäter, in dem sie den Schnee mit einer Schaufeltrage wegräumten. Zudem packten dort Anwohner mit an. Thomas Blug, Pressesprecher der Landeshauptstadt, sagte, die Einsatzkräfte arbeiteten rund um die Uhr. „Niemand kann erwarten, dass bei diesen Bedingungen alle Straßen gleichzeitig geräumt werden.“ hth 
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